
Zwölfte Angriffsnacht im Iran-Krieg: erstmals tote US-Soldaten, Teheran droht mit "Auge um Auge"
Das US-Militär hat den Iran die zwölfte Nacht in Folge angegriffen; nach iranischen Gegenschlägen sind erstmals vier US-Soldaten gestorben, rund hundert wurden seit Beginn der Eskalation verwundet. Außenminister Araghchi kündigt eine Vergeltung nach dem Prinzip "Auge um Auge" an, Trump droht mit Schlägen gegen Brücken und Kraftwerke. Die Weltbank warnt vor einem globalen Wirtschaftseinbruch.+ mehr Blickwinkel
Zwölf Nächte nach Beginn der jüngsten Eskalation setzt das US-Militär seine Angriffe auf iranische Ziele fort und verlegt zusätzliche Kräfte und Sanitäter in die Region. Erstmals bestätigen mehrere Quellen den Tod von US-Soldaten: Al Jazeera (Katar) und US-Medien berichten von vier Getöteten und rund hundert Verwundeten seit Beginn der Kämpfe, Schwerverletzte wurden zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Iranische und staatsnahe Quellen wie Daily Sabah (Türkei) betonen die Warnung von Außenminister Araghchi, jeder Angriff auf zivile Infrastruktur werde nach dem Prinzip "Auge um Auge" beantwortet, während die deutsche und US-Presse (Zeit, FAZ) Trumps Drohung hervorhebt, für jeden Angriff auf Schiffe in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk zu zerstören. Konservative und liberale Blätter im Westen zeichnen zunehmend das Bild eines festgefahrenen Luftkriegs ohne klares Kriegsziel: Politico sieht Trumps Luftkrieg "an seine Grenzen stoßen", die Welt spricht von bemerkenswerten Eingeständnissen nach dem Tod der Soldaten. Unbestätigt bleibt die vor allem in serbischen und kosovarischen Medien kolportierte Frage einer möglichen russischen Hilfe bei iranischen Angriffen auf CIA-Einrichtungen, die US-Dienste laut Reuters prüfen. Als Fakt gilt, worin sich die Lager einig sind: Die Angriffe gehen weiter, es gibt Tote auf beiden Seiten, und die Weltbank warnt vor schweren Folgen für die Weltwirtschaft.