
Elfte Nacht US-Angriffe auf Iran, Explosionen in Teheran, Kriegskosten von 37,5 Milliarden Dollar
Das US-Militär hat Iran die elfte Nacht in Folge angegriffen; erstmals seit der jüngsten Eskalation war wieder die Flugabwehr über Teheran aktiv. Verteidigungsminister Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten vor dem Senat auf 37,5 Milliarden Dollar. Zugleich zwingen die Huthis Schiffe mit saudischem Öl zur Umkehr und weiten den Konflikt auf die Seewege aus.+ mehr Blickwinkel
Nach neuen US-Luftangriffen wurde in der Hauptstadt Teheran erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation wieder die Flugabwehr aktiviert, wie deutsche Medien wie Die Welt und der Deutschlandfunk berichten. Präsident Trump drohte mit einem schweren Schlag gegen die unterirdische Anlage Pickaxe Mountain nahe Natanz; die New York Times ordnet sie als möglichen nächsten Angriffspunkt im iranischen Atomkomplex ein. Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigte im Senat eine Nachforderung von 67 Milliarden Dollar und nannte 37,5 Milliarden Dollar bisherige Kosten, wurde dabei aber von Antikriegsprotesten unterbrochen. Westliche liberale Stimmen wie The Economist und Politico warnen, der Krieg könne Trumps Präsidentschaft verschlingen und vor den Zwischenwahlen zur Belastung werden. Aus Sicht staatsnaher Quellen wie der serbischen Politika droht Teheran, im Fall von Angriffen auf Atomanlagen US-Ziele und deren Verbündete zu treffen. Das Golf-Medium Al Jazeera hebt die humanitären Folgen und die Ausweitung durch die Huthis hervor, die Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab zur Umkehr zwingen. Bestätigt ist der Tod eines dritten US-Soldaten bei einem Angriff auf eine Basis in Jordanien, womit die Zahl der Toten seit dem Wiederaufflammen des Krieges laut Guardian steigt. Über die tatsächliche Wirkung der Angriffe auf das iranische Atomprogramm gehen die Einschätzungen auseinander.