SymbolbildTrump kündigt Zölle auf Generika-Medikamente ab 2028 an
US-Präsident Trump will ab 2028 Zölle auf importierte Generika erheben, zunächst 100 und später 200 Prozent. Er will damit die Arzneiproduktion in die USA verlagern. Die Branche warnt vor Engpässen und höheren Preisen.
Nach wiederholten Drohungen gegen die Pharmaindustrie kündigte Trump an, Generika, also patentfreie Nachahmermedikamente, ab 2028 mit Zöllen zu belegen, die zunächst bei 100 und später bei 200 Prozent liegen sollen. Ziel sei, Hersteller zur Produktion in den USA zu bewegen, berichten Politico und die New York Times. Wirtschaftsmedien wie Handelsblatt und Financial Times verweisen darauf, dass ein Großteil der in den USA verbrauchten Generika importiert wird, weshalb Fachleute Lieferengpässe und steigende Kosten für Patienten befürchten. Die zweijährige Vorlauffrist soll Unternehmen Zeit geben, Werke in den USA aufzubauen. Kritiker sehen darin dennoch ein riskantes Mittel, das ausgerechnet günstige Standardmedikamente verteuern könnte. Die Maßnahme reiht sich in Trumps breitere Zollpolitik ein, die zuletzt auch Marken-Pharmazeutika und zahlreiche Handelspartner traf. Ob und in welcher Form die Zölle tatsächlich in Kraft treten, ist angesichts der langen Frist offen.
- Wahrscheinlich55%
Die Ankündigung bleibt zunächst Drohkulisse; Hersteller und Handelspartner verhandeln über Ausnahmen und Standortzusagen.
- Schlimmstenfalls20%
Die Zölle treten in Kraft und führen zu Engpässen und deutlich höheren Preisen für Standardmedikamente.
- Bestenfalls25%
Neue Investitionen verlagern Produktion in die USA, ohne die Versorgung zu verteuern.