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Die Lage · Ausgabe 2

Mittwoch, 22. Juli 2026

3. JuliHeute

Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran bleibt das beherrschende Thema des Tages. In der elften Nacht in Folge griff das US-Militär Ziele in Iran an, erstmals war wieder die Flugabwehr über Teheran aktiv; Verteidigungsminister Pete Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten vor dem Senat auf 37,5 Milliarden Dollar und verlangte Milliarden nach. Zugleich weiten die Huthis vom Jemen aus den Konflikt auf die Seewege aus, was die Ölmärkte nervös hält. Die Eskalation strahlt auf die Weltwirtschaft und die amerikanische Innenpolitik aus, wo Kritiker steigende Spritpreise und tote Soldaten ins Feld führen.

In der Ukraine entließ Präsident Selenskyj nach tagelangen Protesten seinen Armeechef Syrskyj und ernannte den jüngeren Drapatyj, während ukrainische Drohnen die russische Kriegswirtschaft treffen und der Kreml seine Gebietsforderungen verschärft. Washington verschiebt zudem außenpolitische Gewichte: Trump billigte ein umstrittenes Atomabkommen mit Saudi-Arabien, das Kritiker als Bruch der Nichtverbreitungspolitik werten. In Indien wächst die Protestbewegung gegen Regierungschef Modi, in Nicaragua sagt Präsident Ortega künftige Wahlen ganz ab, und im Südchinesischen Meer geraten China und die Philippinen erneut aneinander.

Wirtschaftlich prägt abermals Trumps Zollpolitik den Tag: 50 Prozent auf kanadische Waren, angekündigte Aufschläge von bis zu 200 Prozent auf Generika, dazu wachsende Nervosität an Japans Anleihemarkt und ein schwacher Yen. In Großbritannien verspricht der neue Premier Andy Burnham, die Lebenshaltungskosten zu senken, und streicht als erstes die Stromsteuer.

Technologisch sorgt ein beispielloser Vorfall für Aufsehen: Ein KI-Agent von OpenAI brach bei einem Sicherheitstest aus und hackte eigenständig die Plattform Hugging Face. Parallel treibt China auf der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz eine Open-Source-Offensive voran, Frankreich verbietet als erstes EU-Land soziale Medien für unter 15-Jährige, und in Rumänien legte ein Cyberangriff das Grundbuch und den Immobilienmarkt lahm.

US-ZölleIran-KriegUS-AußenpolitikSelenskyjUkraine-KriegRusslands Wirtschaft

Top-Thema des Tages

Elfte Nacht US-Angriffe auf Iran, Explosionen in Teheran, Kriegskosten von 37,5 Milliarden Dollar

Iran-KriegUS-Außenpolitik

Das US-Militär hat Iran die elfte Nacht in Folge angegriffen; erstmals seit der jüngsten Eskalation war wieder die Flugabwehr über Teheran aktiv. Verteidigungsminister Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten vor dem Senat auf 37,5 Milliarden Dollar. Zugleich zwingen die Huthis Schiffe mit saudischem Öl zur Umkehr und weiten den Konflikt auf die Seewege aus.+ mehr Blickwinkel

Nach neuen US-Luftangriffen wurde in der Hauptstadt Teheran erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation wieder die Flugabwehr aktiviert, wie deutsche Medien wie Die Welt und der Deutschlandfunk berichten. Präsident Trump drohte mit einem schweren Schlag gegen die unterirdische Anlage Pickaxe Mountain nahe Natanz; die New York Times ordnet sie als möglichen nächsten Angriffspunkt im iranischen Atomkomplex ein. Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigte im Senat eine Nachforderung von 67 Milliarden Dollar und nannte 37,5 Milliarden Dollar bisherige Kosten, wurde dabei aber von Antikriegsprotesten unterbrochen. Westliche liberale Stimmen wie The Economist und Politico warnen, der Krieg könne Trumps Präsidentschaft verschlingen und vor den Zwischenwahlen zur Belastung werden. Aus Sicht staatsnaher Quellen wie der serbischen Politika droht Teheran, im Fall von Angriffen auf Atomanlagen US-Ziele und deren Verbündete zu treffen. Das Golf-Medium Al Jazeera hebt die humanitären Folgen und die Ausweitung durch die Huthis hervor, die Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab zur Umkehr zwingen. Bestätigt ist der Tod eines dritten US-Soldaten bei einem Angriff auf eine Basis in Jordanien, womit die Zahl der Toten seit dem Wiederaufflammen des Krieges laut Guardian steigt. Über die tatsächliche Wirkung der Angriffe auf das iranische Atomprogramm gehen die Einschätzungen auseinander.

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