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Erzählfaden · 2 Ereignisse

US-Zölle

Symbolbild

Zölle sind das zentrale Instrument der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit. Nach breiten Zöllen gegen zahlreiche Länder ab 2025 kippte der Oberste Gerichtshof Anfang 2026 mehrere auf Notstandsbefugnisse gestützte Abgaben, worauf die Regierung auf andere Rechtsgrundlagen auswich. Die Pharmabranche steht seit Längerem im Visier: Trump will Hersteller zur Produktion in den USA zwingen und drohte wiederholt mit hohen Aufschlägen auf importierte Medikamente.

Gulf NewsWikipedia

Verlauf im Detail

Mittwoch, 22. Juli 2026Wirtschaft

Trump verhängt 50 Prozent Zoll auf kanadische Waren, gemeinsame Brückenfeier abgesagt

US-Präsident Trump belegt einen Großteil kanadischer Importe mit 50 Prozent Zoll und wirft Ottawa Diskriminierung vor. Kanada sagte daraufhin die gemeinsame Einweihungsfeier der Gordie-Howe-Brücke ab. Die neuen Zölle gelten als Warnung an weitere Handelspartner.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada verschärft sich erneut: Trump kündigte 50 Prozent Zoll auf viele kanadische Waren an, die in 30 Tagen greifen und ein Volumen von rund 20 Milliarden Dollar betreffen. Er begründet den Schritt mit angeblicher Benachteiligung amerikanischer Auto-, Alkohol- und Milchprodukte. Aus Protest sagte Kanada die gemeinsame Feier zur Eröffnung der neuen Gordie-Howe-Grenzbrücke ab, wie der Guardian und die BBC berichten. Wirtschaftsmedien wie die Financial Times und konservative US-Berichte wie das Wall Street Journal werten die Zölle als Warnsignal an andere Handelspartner und Auftakt einer neuen Zollphase. In Kanada sorgen die Abgaben laut BBC für Frust und Sorge um Arbeitsplätze. Der Konflikt reiht sich in eine seit Februar 2025 laufende Eskalation ein, in der bereits Gegenzölle und juristische Rückschläge eine Rolle spielten. Wie hart die Zölle wirken und ob eine Einigung gelingt, ist offen.

The GuardianBBC NewsFinancial TimesWall Street Journal

Mittwoch, 22. Juli 2026WirtschaftTrump kündigt Zölle auf Generika-Medikamente ab 2028 an

Trump kündigt Zölle auf Generika-Medikamente ab 2028 an

US-Präsident Trump will ab 2028 Zölle auf importierte Generika erheben, zunächst 100 und später 200 Prozent. Er will damit die Arzneiproduktion in die USA verlagern. Die Branche warnt vor Engpässen und höheren Preisen.

Nach wiederholten Drohungen gegen die Pharmaindustrie kündigte Trump an, Generika, also patentfreie Nachahmermedikamente, ab 2028 mit Zöllen zu belegen, die zunächst bei 100 und später bei 200 Prozent liegen sollen. Ziel sei, Hersteller zur Produktion in den USA zu bewegen, berichten Politico und die New York Times. Wirtschaftsmedien wie Handelsblatt und Financial Times verweisen darauf, dass ein Großteil der in den USA verbrauchten Generika importiert wird, weshalb Fachleute Lieferengpässe und steigende Kosten für Patienten befürchten. Die zweijährige Vorlauffrist soll Unternehmen Zeit geben, Werke in den USA aufzubauen. Kritiker sehen darin dennoch ein riskantes Mittel, das ausgerechnet günstige Standardmedikamente verteuern könnte. Die Maßnahme reiht sich in Trumps breitere Zollpolitik ein, die zuletzt auch Marken-Pharmazeutika und zahlreiche Handelspartner traf. Ob und in welcher Form die Zölle tatsächlich in Kraft treten, ist angesichts der langen Frist offen.

PoliticoNew York TimesHandelsblattFinancial Times

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Die Ankündigung bleibt zunächst Drohkulisse; Hersteller und Handelspartner verhandeln über Ausnahmen und Standortzusagen.

  • Schlimmstenfalls20%

    Die Zölle treten in Kraft und führen zu Engpässen und deutlich höheren Preisen für Standardmedikamente.

  • Bestenfalls25%

    Neue Investitionen verlagern Produktion in die USA, ohne die Versorgung zu verteuern.