SymbolbildUkrainische Drohnen treffen Russlands Wirtschaft, Kreml verhärtet Gebietsforderungen
Ukrainische Langstreckendrohnen haben zwei riesige Logistiklager des Online-Händlers Wildberries bei Moskau und in der Region Tambow zerstört; mindestens acht Menschen starben. Kiew erklärt, die Lager hätten die Drohnenproduktion beliefert. Zugleich signalisiert der Kreml, besetzte Gebiete dauerhaft behalten zu wollen.
Die Ukraine hat ihre Langstreckenkampagne gegen die russische Kriegswirtschaft ausgeweitet und trifft nun auch zivil-militärisch genutzte Logistik. Beim Angriff auf zwei Wildberries-Lager in Elektrostal bei Moskau und in Kotowsk in der Region Tambow kamen laut Berichten mindestens acht Menschen ums Leben; das russische Exilmedium Meduza schildert die Verwüstung vor Ort und den Streit russischer Kommentatoren, ob es sich um ein legitimes Ziel oder ein Kriegsverbrechen handelt. Präsident Selenskyj begründet die Schläge damit, dass die Lager Bauteile für Drohnen und Navigationstechnik lieferten. Bloomberg und Politico werten die Angriffe als gezielten wirtschaftlichen Druck auf Moskau, dessen Finanzmärkte unter der Kampagne leiden. Der Kreml wiederum härtet laut Bloomberg seine Verhandlungsposition: Russland wolle einige besetzte Gebiete nicht mehr zurückgeben und mache die USA für die Blockade verantwortlich. Staatsnahe Quellen wie die serbische Politika betonen die russische Linie, keine NATO-Truppen in der Ukraine zu dulden. Über zivile Opfer und die völkerrechtliche Bewertung der Angriffe gehen die Darstellungen der Lager weit auseinander.
- Wahrscheinlich55%
Kiew setzt die Drohnenangriffe auf Wirtschaftsziele fort, Moskau verschärft Rhetorik und Gegenschläge, eine Verhandlungslösung bleibt fern.
- Schlimmstenfalls20%
Die Angriffe treffen kritische Energieinfrastruktur so hart, dass Russland massiv zurückschlägt und der Krieg weiter eskaliert.
- Bestenfalls25%
Der wirtschaftliche Druck bringt beide Seiten näher an ernsthafte Verhandlungen.