SymbolbildJapans Anleihemarkt unter Druck: starke Nachfrage bei 40-Jahres-Bonds, schwacher Yen
Japans Auktion 40-jähriger Staatsanleihen verzeichnete die stärkste Nachfrage seit März 2025, angelockt von hohen Renditen. Zugleich fiel der Yen zeitweise auf 163 pro Dollar. Anleger streiten, ob der berüchtigte Widow-Maker-Trade zurückkehrt.
Am japanischen Anleihemarkt bleibt die Lage angespannt: Die Auktion 40-jähriger Staatsanleihen zog laut Bloomberg die stärkste Nachfrage seit März 2025 an, weil höhere Renditen Investoren locken. Hintergrund ist ein historischer Ausverkauf vom Januar, als die Rendite dieser Papiere erstmals die Marke von vier Prozent überstieg, ausgelöst durch Neuwahlen und ein billionenschweres Konjunkturpaket. Die Financial Times warnt, steigende Renditen könnten den jahrzehntelang verlustreichen Widow-Maker-Trade auf fallende japanische Anleihen neu beleben. Zugleich meldet die chinesische Staatsagentur Xinhua, der Yen sei erstmals seit über 39 Jahren auf 163 pro Dollar gefallen. Für Anleger ist das eine zweischneidige Lage: hohe Renditen gegen fiskalische Risiken und eine schwache Währung. Ob Japans Staatsfinanzen den Kurs tragen, bleibt umstritten. Die Entwicklung gilt als Warnsignal auch für andere hoch verschuldete Industriestaaten.
- Wahrscheinlich55%
Die Renditen bleiben hoch und der Yen schwach; Anleger bleiben nervös, ohne dass es zum Crash kommt.
- Schlimmstenfalls20%
Ein unkontrollierter Renditeanstieg erschüttert Japans Staatsfinanzen und schwappt auf die Weltmärkte über.
- Bestenfalls25%
Die Nachfrage stabilisiert den Markt und der Yen erholt sich.