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Erzählfaden · 1 Ereignis

Waldbrände in Europa

Symbolbild

Südeuropa erlebt durch immer häufigere und intensivere Hitzewellen in Kombination mit anhaltender Trockenheit und starkem Wind zunehmend schwere Waldbrände, die Fachleute klar mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. In der Saison 2026 spitzte sich die Lage vor allem in Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland zu; in Spanien zerstörten Feuer Zehntausende Hektar, während in Südfrankreich Tausende Menschen evakuiert wurden und in Griechenland Temperaturen von über 40 Grad neue Brände begünstigten. Auf europäischer Ebene koordiniert das EU-Katastrophenschutzverfahren die Hilfe zwischen den Mitgliedstaaten, ergänzt durch die von der EU finanzierte rescEU-Flotte. Für 2026 stellte die EU nach eigenen Angaben das bislang größte Aufgebot bereit, mit 22 Löschflugzeugen und 5 Hubschraubern in Bereitschaft sowie 777 vorab stationierten Feuerwehrleuten in südlichen Mitgliedstaaten, unterstützt durch Satellitenkarten des Copernicus-Dienstes. Zusätzlich finanziert die Kommission mit 600 Millionen Euro zwölf neue Löschflugzeuge, die ab 2027 ausgeliefert werden sollen.

Europäische Kommission: EU deploys largest ever wildfire response for 2026 summerZDFheute: Waldbrände - 10.000 Menschen in Frankreich fliehen vor Feuert-online: Klimawandel heizt Waldbrände in Südwesteuropa weiter an

Verlauf im Detail

Donnerstag, 23. Juli 2026Geopolitik

Schwere Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende in Spanien und Frankreich auf der Flucht

In Spanien und Frankreich wüten schwere Waldbrände; in Südwestfrankreich mussten rund 12.000 Menschen evakuiert werden, in der spanischen Region Guadalajara verbrannten etwa 32.000 Hektar. In Italien starb ein Feuerwehrmann. Die Behörden warnen vor weiter sehr hoher Brandgefahr.

Eine Hitzewelle facht in mehreren Ländern Südeuropas Waldbrände an. Al Jazeera (Katar) berichtet, dass in der spanischen Region Guadalajara rund 32.000 Hektar niederbrannten, einer der größten je erfassten Brände des Landes. Xinhua (China) meldet unter Berufung auf Medien, dass in Südwestfrankreich etwa 12.000 Menschen evakuiert werden mussten. Le Monde (Frankreich) zitiert den spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, wonach das Land seit Jahresbeginn 22 Großbrände erlebt habe, viermal so viele wie im Vorjahreszeitraum, und berichtet vom Tod eines Feuerwehrmanns in Italien. Die staatsnahe türkische Daily Sabah hebt vor allem die Warnung der Einsatzkräfte hervor, das Risiko weiterer Brände sei in den kommenden Tagen sehr hoch. Die Quellen unterscheiden sich wenig in den Fakten, betonen aber unterschiedliche Aspekte, von der Klimadimension bis zum akuten Katastrophenschutz. Übereinstimmend zeichnen sie das Bild einer außergewöhnlich frühen und heftigen Brandsaison.

Le MondeAl JazeeraDaily Sabah