SymbolbildRubio trifft am Rande des ASEAN-Forums China und Russland
US-Außenminister Marco Rubio hat bei einem Treffen südostasiatischer Außenminister mit seinem chinesischen Amtskollegen über die Bewältigung der Spannungen vor einem geplanten US-Besuch von Präsident Xi gesprochen. Zudem will er die Aussicht auf eine US-Vermittlung im Ukraine-Krieg mit seinem russischen Gegenüber neu ausloten.
Am Rande des ASEAN-Sicherheitsforums in Südostasien führte US-Außenminister Rubio mehrere heikle Gespräche. Al Jazeera (Katar) berichtet, Rubio und sein chinesischer Amtskollege hätten erklärt, man müsse die "großen Differenzen" abarbeiten, auch mit Blick auf einen geplanten Besuch von Präsident Xi Jinping in den USA. Die Nachrichtenagentur AP (USA) hebt hervor, dass Rubio in einem Treffen mit seinem russischen Gegenüber die Aussicht auf eine US-Hilfe zur Beendigung des Ukraine-Kriegs wiederbeleben wolle. Die staatsnahe Global Times (China) rückt dagegen die Kooperation zwischen China und den ASEAN-Staaten in den Vordergrund und macht "von den Philippinen provozierte" Spannungen für Reibungen verantwortlich. In dieser Gegenüberstellung zeigt sich das übliche Framing: Washington und Peking betonen beide Gesprächsbereitschaft, weisen die Verantwortung für Spannungen aber der jeweils anderen Seite oder Dritten zu. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt. Festzuhalten ist, dass hochrangige Diplomaten trotz vieler Konfliktlinien im Gespräch bleiben.
- Wahrscheinlich55%
Die Gespräche halten den Dialog offen, ohne Durchbruch; ein Xi-Besuch wird vorbereitet, die Ukraine-Vermittlung bleibt zäh.
- Schlimmstenfalls20%
Die Spannungen im Südchinesischen Meer oder um Taiwan eskalieren und lassen die Annäherung scheitern.
- Bestenfalls25%
Aus den Kontakten erwächst ein konkreter Fahrplan für Gipfel und Ukraine-Verhandlungen.