Huthis greifen zwei saudische Öltanker im Roten Meer an
Die jemenitischen Huthis melden einen Angriff mit Drohnen und Raketen auf die saudischen Öltanker "Encelia" und "Layla" im Roten Meer, es ist der erste seit ihrer angekündigten Seeblockade gegen saudische Schiffe. Riad bestätigt einen Treffer und einen Brand am Bug eines Schiffs. Der Brent-Ölpreis zieht an.
Der jemenitische Huthi-Bewegung ("Ansar Allah") zufolge trafen ihre Drohnen und Raketen zwei saudische Öltanker im Roten Meer, die "Encelia" und die "Layla"; die Rebellen begründen dies mit einem Verstoß gegen ihre zuvor verkündete Seeblockade gegen saudische Schiffe. Nach Angaben, die maritime Sicherheitsdienste gegenüber Reuters machten und die Daily Maverick (Südafrika) zitiert, wurde die "Encelia" von einer Rakete getroffen; Riad bestätigte, dass ein Schiff einer saudischen Firma getroffen wurde und ein Brand am Bug ausbrach. Westliche Medien ordnen den Angriff unterschiedlich ein: Die Financial Times (Großbritannien) betont den Anstieg des Brent-Preises, BBC und New York Times heben hervor, dass es die ersten Angriffe im Roten Meer seit der Ankündigung des "maritimen Embargos" sind. Al Jazeera (Katar) stellt die Sicht der Huthis in den Vordergrund, wonach die Attacke Teil der Antwort auf den US-Iran-Krieg ist. Unbestätigt bleibt zunächst das genaue Ausmaß der Schäden, da unabhängige Bestätigungen aus dem Seegebiet nur langsam eintreffen. Klar ist, dass sich der Konflikt damit auf eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt ausweitet.
