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Erzählfaden · 1 Ereignis

Medienkonzentration

Symbolbild

Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance im Wert von rund 110 Milliarden Dollar wäre eine der größten Fusionen der Medienbranche und würde eine beispiellose Konzentration in Hollywood schaffen. Treibende Kraft ist die Familie Ellison: David Ellison hatte sein Studio Skydance im August 2025 mit Paramount verschmolzen, während sein Vater, der Oracle-Milliardär Larry Ellison, die Mehrheit am Konzern kontrolliert. Ginge der Deal durch, vereinte das kombinierte Unternehmen Marken wie Paramount Pictures, Warner Bros., CBS, CNN, HBO, Discovery und Nickelodeon unter einem Dach, was Kritiker angesichts der Trump-freundlichen Haltung der Ellisons als Gefahr für die Medienvielfalt und die redaktionelle Unabhängigkeit werten. Die Fusion steht unter kartellrechtlicher Prüfung auf beiden Seiten des Atlantiks: Die EU-Kommission genehmigte sie am 22. Juli 2026 unter Auflagen, etwa dem Ausstieg aus einem Filmvertriebs-Joint-Venture mit Universal, während in den USA weiterhin Widerstand von Bundesstaaten, der Autorengewerkschaft WGA sowie politischer Gegenwind bestehen.

CNBC: EU antitrust regulators clear Paramount-WBD mergerForbes: All the brands David Ellison is about to controlThe Ringer: The Terrifying Tentacles of Paramount's Media Empire

Verlauf im Detail

Donnerstag, 23. Juli 2026Wirtschaft

EU genehmigt Paramounts Milliardenübernahme von Warner Bros. unter Auflagen

Die EU-Kommission hat die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance unter Auflagen genehmigt. Der Käufer muss unter anderem Anteile an einem Filmvertrieb abgeben. Der Deal wird je nach Quelle mit rund 80 bis 110 Milliarden beziffert.

Brüssel gibt einen der größten Medienzusammenschlüsse der jüngeren Zeit frei. Der Deutschlandfunk (öffentlich-rechtlich) meldet, die EU habe die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance unter Auflagen genehmigt. Die konservative FAZ und die liberale Zeit heben hervor, dass Paramount als Bedingung Anteile an einem Filmvertrieb abgeben muss. Le Figaro (Frankreich) beziffert die Transaktion auf rund 110 Milliarden Dollar, der linksliberale Guardian (Großbritannien) nennt umgerechnet rund 80 Milliarden Pfund und betont, der Verzicht auf ein gemeinsames Vorhaben mit Universal habe die Bedenken der Kommission ausgeräumt. Die abweichenden Zahlen erklären sich vor allem aus Währungen und Bewertungsstichtagen und sind mit Vorsicht zu lesen. Übereinstimmend berichten die Quellen, dass die europäischen Wettbewerbshüter grünes Licht geben, während in den USA weitere Prüfungen laufen. Der Zusammenschluss verstärkt die Konsolidierung der Streaming- und Hollywood-Branche.

Le FigaroFAZThe GuardianDeutschlandfunk