Samstag, 11. Juli 2026 · WirtschaftVW-Krise spitzt sich zu: Blume verspricht Alternativen zu Werksschliessungen, Betriebsrat begehrt auf
VW-Krise spitzt sich zu: Blume verspricht Alternativen zu Werksschliessungen, Betriebsrat begehrt auf
VW-Chef Oliver Blume signalisiert, dass es intelligentere Lösungen als die Schliessung deutscher Werke gebe, und verweist auf erste Spareffekte an den Standorten. Der Betriebsrat will ihn dennoch vor die Belegschaft zitieren. Hintergrund ist eine tiefe Absatzkrise, deren Wurzeln laut Analysen wesentlich in China liegen.
Im Ringen um vier bedrohte deutsche VW-Werke versucht Konzernchef Oliver Blume, die Wogen zu glätten: Es gebe intelligentere Lösungen als Schliessungen, sagte er, und Einsparungen an den Produktionsstandorten zeigten bereits Wirkung. Der Betriebsrat gibt sich damit nicht zufrieden und will Blume vor die Belegschaft zitieren, um Klarheit über die Zukunft der Arbeitsplätze zu verlangen. Damit stehen sich Management und Arbeitnehmervertretung offen gegenüber, während die IG Metall Druck aufbaut. Eine Analyse der New York Times führt die Probleme des Konzerns massgeblich auf China zurück, wo VW jahrelang stark verdiente, nun aber gegen heimische Elektro-Hersteller an Boden verliert. Die Krise reiht sich in eine breitere deutsche Wirtschaftsschwäche ein, die zuletzt durch eine IW-Studie zur langen Investitionsflaute untermauert wurde. Offen bleibt, ob Blumes Beteuerungen konkrete Zusagen tragen oder nur Zeit kaufen sollen.
Die Welt · Der Spiegel · Der Spiegel · New York Times
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich55%
VW und Arbeitnehmervertreter einigen sich auf einen Kompromiss mit Stellenabbau ohne komplette Werksschliessungen, aber harten Sparauflagen.
▲Schlimmstenfalls20%
Die Verhandlungen scheitern, es kommt zu Streiks und mindestens ein Werk wird doch geschlossen.
▼Bestenfalls25%
Ein tragfähiger Umbauplan mit Elektro-Offensive stabilisiert die Standorte und beruhigt die Belegschaft.