SymbolbildJapans Sonde MMX startet zum Marsmond Phobos
Japans Raumfahrtagentur JAXA hat am Dienstag ihre Sonde MMX mit einer H3-Rakete gestartet. Sie soll die ersten Proben eines Marsmondes zur Erde bringen.
Die Raumsonde Martian Moons eXploration, gebaut von Mitsubishi Electric, hob am Dienstag, dem 20. Oktober, vor Sonnenaufgang vom Raumfahrtzentrum Tanegashima im Südwesten Japans ab. Sie soll im August 2027 den Mars erreichen und 2031 Proben zur Erde zurückbringen. JAXA will von Phobos, der den Mars in rund 6.000 km Höhe über der Oberfläche umkreist, mindestens 10 Gramm Material sammeln und erhofft sich Aufschluss über den Ursprung der beiden Marsmonde.
Erster interplanetarer Flug der H3
Der Start war die erste interplanetare Mission der H3, Japans wichtigster Trägerrakete. Beim Jungfernflug 2023 scheiterte sie, weil das Triebwerk der zweiten Stufe nicht zündete, hat seither aber eine Reihe überwiegend erfolgreicher Starts absolviert.
Europäischer Lander an Bord
Laut FAZ gehört ein deutsch-französischer Lander namens Idefix zur Mission.
Russischer Versuch scheiterte
Meduza weist darauf hin, dass noch nie eine Bodenprobe von einem Marsmond geborgen wurde. Russlands für 2011 geplante Mission Phobos-Grunt scheiterte an einem Startfehler und verglühte in der Atmosphäre.