SymbolbildUN alarmiert, nachdem Drohnenangriff auf Markt in Abyei Dutzende tötet
Ein Drohnenangriff auf einen Markt im umstrittenen Gebiet Abyei hat am Montag nach Angaben lokaler Behörden 53 Menschen getötet. Südsudan macht die sudanesische Armee verantwortlich und bestellte den sudanesischen Botschafter ein.
Die Behörden des Bezirks Abyei sagen, der Angriff habe am Montag, 19. Oktober, den Amiet-Markt getroffen, mindestens 27 Menschen seien verletzt worden, die sudanesische Armee habe 22 Sprengkörper abgeworfen. Unter den Opfern waren Frauen, Kinder und Flüchtlinge, die Zahl der Toten könnte steigen. Die UN zählen mindestens 19 Tote, örtliche Vertreter sprechen laut Medienberichten von mehr als 70 (FAZ). Das südsudanesische Außenministerium verurteilte den Angriff und erklärt, der Markt sei ein Umschlagplatz für Waren in RSF-kontrollierte Gebiete.
UN warnen vor landesweitem Muster
UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte am Montag, die UN seien alarmiert über tödliche Drohnenangriffe in ganz Sudan, bei denen Zivilisten, auch Kinder, getötet werden. Drohnen trafen zudem mehrere Orte in Khartum, darunter einen nahe dem Flughafen. Das UN-Nothilfebüro OCHA nannte einen getöteten Zivilisten, Emergency Lawyers meldeten drei tote Kinder und machten die RSF verantwortlich.
Beide Seiten beschuldigt
Am Wochenende kamen laut UN in West-Darfur, Süd-Darfur und Nord-Kordofan mindestens 19 Menschen ums Leben, darunter zehn Kinder. Lokale Behörden machen die RSF für den Angriff in West-Darfur verantwortlich, die RSF beschuldigt die Armee, einen Markt in Süd-Darfur beschossen zu haben. Am Sonntag, 18. Oktober, traf eine Drohne einen Verkehrsknotenpunkt in al-Dibab in West-Kordofan und tötete laut Anwohnern und medizinischem Personal 80 Menschen (AFP).