SymbolbildUSA verbieten DeepSeek in zivilen Behörden, China droht mit Gegenmaßnahmen
Das US-Heimatschutzministerium wies zivile Behörden an, KI-Tools von DeepSeek zu entfernen. Peking protestierte und warnte laut Global Times vor Gegenmaßnahmen.
Die Anweisung vom Montag, 19. Oktober, betrifft DeepSeek-Produkte und Drittanbieter-Tools, die auf dessen Modellen basieren; sie müssen von IT-Geräten entfernt werden. Die Nutzung könne „zur Übermittlung sensibler Daten“ nach China führen, so das Ministerium, dessen Rechtssystem der Regierung „weitreichende Befugnisse“ über die Infrastruktur privater Unternehmen gebe. Das Ministerium kann zivilen Behörden Weisungen erteilen, nicht aber dem Militär oder den Nachrichtendiensten. Washington wirft DeepSeek und anderen chinesischen KI-Firmen vor, systematisch Fähigkeiten von US-Modellen zu stehlen.
Peking widerspricht
Außenamtssprecherin bzw. -sprecher Mao Ning sagte am Dienstag, China lehne die „Überdehnung des Konzepts der nationalen Sicherheit“ und die Politisierung von Wissenschaft, Technologie und Handel ab. Das Ministerium kündigte an, die legitimen Rechte chinesischer Unternehmen zu schützen.
Sanktionen gegen fünf Firmen
Global-Times-Schlagzeilen zufolge forderte China die USA auf, die Sanktionen gegen fünf chinesische Firmen aufzuheben, und warnte vor Gegenmaßnahmen. Bloomberg berichtet in einer Schlagzeile von einer US-Sanktion gegen eine Firma, die es als Chinas Y Combinator bezeichnet, in einem Fall um Google-KI-Geheimnisse.
Gipfel in Sicht
Xi Jinping und Donald Trump vereinbarten im September einen Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle. Das Thema dürfte bei ihrem Gipfel im November in Shenzhen erneut aufkommen.
Andere Meinungen
Die staatsnahe chinesische Global Times nennt den US-Schritt in einer Editorial-Schlagzeile vergeblich („Washington verteilt vergebens Strafzettel, während es auf DeepSeeks Rücklichter starrt“), während der Guardian die Datensicherheits-Begründung des DHS in den Vordergrund stellt.