SymbolbildLula fordert Flávio Bolsonaro zur Offenlegung seiner Konten auf, Meta steht unter Verdacht der Parteilichkeit
Lula bietet an, das Bankgeheimnis für sich und seine Familie aufzuheben, wenn Flávio Bolsonaro vor der Stichwahl am Sonntag dasselbe tut.
Lula machte das Angebot in der Debatte am Sonntag, 18. Oktober, und wiederholte es am Dienstag in Maranhão: Er sicherte den Wahlbehörden Einblick in seine Bank- und Telefondaten sowie die enger Angehöriger zu. Zuvor hatte er gefragt, wie Bolsonaro ein Haus in Brasília für 5,97 Millionen Reais bezahlt habe; Bolsonaro antwortete „durch Arbeit“ und verweist auf sein Senatorengehalt, seine unternehmerische und juristische Tätigkeit und den Verkauf einer früheren Immobilie. Auf die Herausforderung hatte Bolsonaro bis zur Veröffentlichung bei Politika nicht reagiert.
Polizeiermittlungen
Brasilianische Medien berichteten am Montag, die Bundespolizei ermittle gegen Bolsonaro in einem Geldwäscheverfahren, so der Guardian; er bestreitet Korruptionsvorwürfe und wurde nie verurteilt. Telesur ergänzt, sein Hauskredit werde in der Operation Cumprimento Zero geprüft.
Meta unter Beobachtung
Das Wahlgericht verdoppelte Metas Tagesstrafe auf 1 Million Reais, nachdem interne Nachrichten nahelegten, dass Lulas Instagram-Beiträge Anfang Oktober fast 24 Stunden lang nicht beworben werden konnten, berichtet Telesur. Meta erklärte dem Obersten Gericht am Dienstag, beide Kampagnen gleich zu behandeln und automatische Werbebeschränkungen binnen zwei Stunden zu prüfen. AFP beruft sich laut Al Jazeera auf eine anonyme Quelle, wonach Lula die Disqualifizierung von Bolsonaros Kampagne beantragen wolle.
Andere Meinungen
Telesur stellt Bolsonaro als jemanden dar, der vor der Herausforderung zurückgewichen sei; der Guardian weist darauf hin, dass auch Lulas PT in große Korruptionsskandale verwickelt war.