SymbolbildGroßbritannien fliegt Typhoons über Saudi-Arabien, während Opferzahl nach Huthi-Angriff auf jemenitisches Lager auf 73 steigt
Großbritannien kündigte am Dienstag defensive Einsätze von RAF-Typhoons über Saudi-Arabien an. Die Zahl der Toten des Huthi-Angriffs auf ein jemenitisches Regierungslager vom Montag ist auf 73 gestiegen.
Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting erklärte am Dienstag, 20. Oktober, RAF-Typhoons würden saudische Städte und Infrastruktur vor Huthi-Drohnen und -Raketen schützen, aber keine Angriffe fliegen. Großbritannien schickt zudem ein Transportflugzeug Atlas A400M und Militärberater und hat den Betankungseinsatz mit einer RAF Voyager um 90 Tage verlängert. Streeting verwies auf den Huthi-Raketenangriff auf den Flughafen von Riad, bei dem laut Le Monde 12 und laut Guardian 13 Menschen starben. HA Hellyer vom Thinktank RUSI fragte, was „defensiv“ bedeute: Großbritannien könne eine Handlung defensiv nennen, die Huthis sähen sie als offensiv. Der Guardian ergänzt, die USA hätten ihre Aufklärungsunterstützung verstärkt und mehr als 100 Militärberater entsandt.
Opferzahl im Lager Schabwa steigt
Beim Huthi-Raketenangriff vom Montag, 19. Oktober, auf ein Ausbildungslager saudisch unterstützter Regierungstruppen in Schabwa kamen laut Guardian 73 Menschen ums Leben. Jemenitische Behörden hatten zuvor 58 genannt, so die Jerusalem Post.
Taiz unter Druck
Arab News zitiert einen Militärsprecher der Regierung, jemenitische Truppen hätten bei Taiz neue Stellungen erobert und binnen 24 Stunden schätzungsweise 558 Huthi-Kämpfer ausgeschaltet. Die Jerusalem Post vermerkt, die Huthis hätten die Belagerung der Stadt verschärft, und Ägypten erwäge Berichten zufolge, Truppen zur Unterstützung Saudi-Arabiens zu entsenden.