SymbolbildIsraels Wahlkampf bleibt eng, Netanjahu wirbt um rechte Wähler
Umfragen sehen Gadi Eisenkots Yashar vor Netanjahus Likud, doch keiner der beiden Blöcke hat eine Mehrheit. Am Dienstag wird gewählt.
Umfragen von N12 und Channel 13 vom Mittwoch, 21. Oktober, sahen Yashar bei 23 beziehungsweise 20 Sitzen, den Likud in beiden bei 19. N12 sah den Oppositionsblock bei 55 Sitzen und Netanjahus Block bei 51, Channel 13 bei 52 und 49. Laut einer Analyse der Jerusalem Post drängt Netanjahu Ofer Winter und Moti Leitner nach deren Weigerung nicht mehr zum Rückzug und spricht stattdessen direkt deren Wähler an. Er und Finanzminister Bezalel Smotrich warnen vor einer Wiederholung von 1992, als eine gespaltene Rechte den Block die Macht kostete.
Sperrklausel könnte die Blöcke entscheiden
Laut dem Taub Center braucht eine Partei bei 70 Prozent Wahlbeteiligung etwa 165.635 Stimmen. Die beiden Umfragen widersprechen sich, ob Winters Volk Israels oder Yoaz Hendels Reservisten-Wirtschaftspartei die Hürde nimmt. Ein Meinungsforscher von Channel 13 sagte, der Wechselblock würde stärker profitieren, wenn beide scheitern; Hendel erklärt, niemand könne seinen Wählern vorschreiben, wie sie abstimmen.
Iran und Trump prägen den Schlussspurt
Netanjahu sagte der Jerusalem Post, Geheimdienste hätten vor iranischen Versuchen gewarnt, die Wahl zu beeinflussen, und Israel werde mit Gewalt antworten. Trump sprach sich am Sonntag, 18. Oktober, für ihn aus; ein Leitartikel der Jerusalem Post nannte das ausländische Einmischung.
Koalitionsoptionen
Smotrich sagte, er schließe eine Regierung mit Eisenkot nicht aus, aber nicht um den Preis eines Boykotts rechter Partner. Von der Jerusalem Post zitierten Einschätzungen zufolge könnte Netanjahu eine Einheitsregierung ohne Itamar Ben-Gvir erwägen.