SymbolbildErdbeben der Stärke 7 tötet mindestens 16 Menschen im Norden Tibets
Ein Erdbeben der Stärke 7 hat am Donnerstagabend den Norden Tibets erschüttert, chinesische Staatsmedien melden mindestens 16 Tote. Mehr als 300 Häuser stürzten ein.
Das Beben ereignete sich am Donnerstag, 22. Oktober, um 22:33 Uhr Ortszeit in einem dünn besiedelten, hoch gelegenen Landkreis von Nagqu, wie das China Earthquake Networks Center (CENC) mitteilte. Der US Geological Survey verortet das Epizentrum in den Bergen rund 390 km nordöstlich von Lhasa, Le Monde nennt die Gemeinde Maru im Bezirk Baqen. Xinhua und CCTV melden mindestens 16 Tote, die Zahl der Verletzten weicht aber ab: 32 laut Xinhua (von Folha zitiert), 65 laut CCTV (von Le Monde zitiert), davon 11 schwer. Die Berichte nennen als Tiefe 10 oder 18 km. Es ist das stärkste Beben in China seit Januar 2024.
Rettung bei eisiger Kälte
Xi Jinping forderte laut CCTV maximale Rettungsanstrengungen und verwies auf Höhenlage, Kälte und Nachbebengefahr. Hunderte Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizisten sowie mehr als 300 Soldaten wurden entsandt, dazu eine Drohne zur Erkundung; Strom, Telekommunikation und einige Straßen sind beschädigt. Nachts wurden minus 6 °C erwartet.
Nachbeben
Der USGS verzeichnete zwei Nachbeben der Stärke 5,2 und 5, etwa 40 Minuten und dreieinhalb Stunden nach dem Hauptbeben. Das CENC registrierte weitere Erschütterungen um Stärke 3 und 4.