SymbolbildRussland greift Kiew nach Witkoff-Putin-Gespräch an, ukrainische Drohnen zielen auf Moskau
Russland beschoss Kiew mit ballistischen Raketen, teils mit Streumunition, wenige Stunden nach Witkoffs Treffen mit Putin. Die Ukraine schickte Hunderte Drohnen Richtung Moskau.
Russland feuerte in der Nacht zum Donnerstag, 22. Oktober, einen Tag nach Witkoffs Treffen mit Putin in Sankt Petersburg, in drei Wellen 21 Raketen auf Kiew ab, sagte Selenskyj. Drei davon waren ballistische Raketen mit Streumunitionsgefechtsköpfen, eine traf den historischen Bezirk Petscherskyj nahe den Klostergebäuden. Die Opferzahlen weichen ab: Meduza berichtete von einem Toten und über 20 Verletzten, die Financial Times von zwei Toten und über 30 Verletzten. Selenskyj sagte, der Angriff zeige 'keine wirkliche Änderung' in Russlands Haltung, und drängte die Verbündeten, Luftabwehrlieferungen zu beschleunigen.
Drohnen auf Moskau
Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte, 630 ukrainische Drohnen seien auf Moskau und die Region zugeflogen, 163 davon beim Anflug auf die Stadt abgeschossen worden. Russische Behörden meldeten zwei bis drei Verletzte, und die Moskauer Flughäfen stellten laut Financial Times für mehrere Stunden den Betrieb ein.
Gespräche bleiben offen
Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, Putin habe grundsätzlich zugestimmt, die trilateralen Gespräche nach dem 10. November wieder aufzunehmen. Witkoff hatte Putin am Verhandlungstisch einen 'Humanisten' genannt; Downing Street erklärte, diese Beschreibung nicht zu teilen.
Andere Meinungen
Russlands Verteidigungsministerium sagt, es habe Produktions- und Lagerstätten für Raketen und Drohnen sowie Verkehrsinfrastruktur getroffen; Selenskyj sagt, die Zielwahl habe auf möglichst große Schäden für Zivilisten gezielt.