SymbolbildSorgen um KI-Schulden belasten Märkte, Metas Kreditrisiko auf Rekord
Sorgen um die Finanzierung des KI-Booms belasteten am Donnerstag die Märkte. Metas Kreditrisikomaß stieg nach den Quartalszahlen auf ein Rekordhoch.
Reuters berichtet, Metas Kreditrisikoindikator sei nach den Unternehmenszahlen auf ein Rekordhoch gesprungen, und Bloomberg-Schlagzeilen beziffern Metas künftige Ausgabenverpflichtungen auf 825 Milliarden Dollar. Bloomberg meldet zudem, der Börsenwert von SoftBank stehe vor einer Halbierung gegenüber dem Höchststand. Das Handelsblatt zufolge, das sich auf eine Analyse des Flossbach von Storch Research Institute auf Basis von SEC-Berichten und Bloomberg-Daten stützt, haben Microsoft, Meta, Alphabet, Amazon und Oracle feste KI-Zusagen von 2,7 Billionen Dollar, die nicht in ihren Bilanzen auftauchen.
Leasing und Liquidität
Laut der Analyse stiegen die bindenden Leasingverträge der fünf Konzerne binnen fünf Jahren von 68 Milliarden auf 1,1 Billionen Dollar, weitere Verpflichtungen für Software, Infrastruktur und Energie von 129 Milliarden auf 1,6 Billionen Dollar. Aus 209 Milliarden Dollar Nettoliquidität Ende Juni 2021 wurden 106 Milliarden Dollar bereinigte Nettoschulden, davon entfallen 88 Milliarden auf Oracle.
Risikoanlagen fallen, Staatsanleihen gefragt
Laut Bloomberg fiel Bitcoin unter 83.000 Dollar, und Kupfer gab nach, weil der Techwerte-Ausverkauf die Risikofreude dämpfte. Zudem erreichte die Rendite langlaufender US-Anleihen ein Einmonatstief, da KI-Sorgen die Nachfrage nach sicheren Anlagen anfachten.