SymbolbildOpferzahl nach Drohnenangriff auf Markt in Abyei übersteigt 150
Bei einem Drohnenangriff auf den Amiet-Markt in der umstrittenen Region Abyei sind am Montag laut lokalen Behörden mindestens 153 Menschen getötet worden. Sie und der Südsudan machen die sudanesische Armee verantwortlich.
Der Angriff begann am Montag, dem 19. Oktober, gegen 10 Uhr, als eine erste Bombe die Treibstofflager des Marktes in Brand setzte. Der somalische Händler Mohamed Abdullah sagte Le Monde, er habe sich im Busch versteckt und 12 Bomben gezählt, eine alle zehn Minuten. Die lokalen Behörden nennen eine vorläufige Bilanz von 153 Toten, überwiegend Sudanesen, darunter drei Somalier und eine unbekannte Zahl von Südsudanesen. Der oberste Verwalter Justice Charles Abyei Jok sagt, die Leichen seien verbrannt und schwer zu identifizieren. Die Armee gibt an, sie habe Tanklastwagen angegriffen.
Drohnenkrieg erreicht Wohngebiete
Al Jazeera berichtet, Drohnenangriffe der Armee und der Rapid Support Forces hätten in den vergangenen Tagen landesweit mehr als 160 Menschen getötet. Der Analyst Abu Bakr Abdel Rahim sagt, die Armeedrohnen zielten auf Kommandozentralen, Treibstoff- und Munitionslager sowie Nachschubwege nach Libyen, in den Tschad und in den Südsudan. In Imtidad Nasser östlich von Khartum tötete ein Drohnenangriff der RSF drei Kinder.