SymbolbildTanker weichen bei Hormus aus – Iran erklärt, Oman-Abkommen allein werde Straße nicht wieder öffnen
Das US-Zentralkommando meldet, dass bis Sonntag 35 Handelsschiffe an der blockierten Straße von Hormus umgeleitet wurden. Das iranische Außenministerium erklärt, ein Routenabkommen mit Oman allein werde die Wasserstraße nicht wieder öffnen.
Was passiert ist
- CENTCOM erklärte am Montag, den 3. August, es habe während der Blockade zudem zwei Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert.
- Die Exporte der VAE durch die Straße fielen im Juli um fast 53 Prozent auf 950.000 Barrel pro Tag, gegenüber 2,01 Millionen im Juni.
- Die Schiffsdurchfahrten lagen im Juli im Schnitt bei 18,7 pro Tag, gegenüber 24,7 im Juni, laut Daten des Unternehmens Kpler.
- Die kombinierten Verladungen der acht Golf-Exporteure lagen im Juli im Schnitt bei 4 Millionen Barrel pro Tag, gegenüber 19 bis 20 Millionen vor dem Krieg.
- Die OPEC+ einigte sich am Sonntag darauf, die Förderquoten für September um weitere 188.000 Barrel pro Tag anzuheben.
Der Blick von außen
Die deutsche Tageszeitung FAZ stellt fest, dass die physische Treibstoffversorgung in Europa trotz einer Warnung der IEA im April, wonach die Kerosinvorräte nur etwa sechs Wochen reichen würden, stabil geblieben ist; Slowenien war der seltene Fall staatlich gedeckelter Verkaufsmengen, um grenzüberschreitenden Tanktourismus einzudämmen.
Mögliche Folgen
- Trump erklärte, die US-iranischen Gespräche über ein Friedensabkommen würden am Montag beginnen, und jedes Abkommen müsse die sofortige Wiedereröffnung der Straße beinhalten.
- Unklar ist, ob das Routenabkommen zwischen Iran und Oman bereits abgeschlossen ist und wer die sichere Durchfahrt durch die Straße garantieren würde.
- Die OPEC+-Erhöhungen bleiben größtenteils auf dem Papier: Saudi-Arabien förderte im Juni 7,34 Millionen Barrel pro Tag, fast 3 Millionen unter seiner Quote.
- Die FAZ fragt, ob es in den kommenden Monaten dennoch zu akuten Versorgungsengpässen in Europa kommen könnte.
Iran: Tehran says the strait is closed because of US and Israeli aggression, not any dispute with Muscat, and calls a route deal necessary but not sufficient.
United States: Washington keeps its naval blockade of Iranian ports running and says a peace agreement must include the immediate reopening of the strait and the end of Iran's nuclear programme.
Weiter beteiligt