Iran weist US-Anspruch auf Hormus zurück, Angriffe auf Schiffe nehmen zu600 Drohnen im Anflug auf Moskau, Russland trifft Kiew und Krywyj RihZahl der Toten nach Erdbeben vor Flores steigt über 50Israelische Angriffe töten elf Menschen im Südlibanon, tödlichste Bilanz seit der Juni-WaffenruheKolumbien bittet Trump um Aussetzung der Zölle nach dem BebenRhein auf Rekordtief bei Kaub, Ungarn versenkt Schuten für ReaktorkühlungUSA bereiten beispiellose Wirtschaftsmaßnahmen gegen Iran vorUS-Angriffe auf Boote überschreiten 200 Tote, Fischer aus Ecuador berichtenAnleihehändler ringen mit 70 Milliarden Dollar an Kreditgarantien hinter dem KI-AusbauAlibaba: Offene KI-Modelle bei drei Milliarden DownloadsZahl der Toten nach Fährunglück auf dem Kariba-See steigt auf 68Taliban feiern fünf Jahre an der Macht, UN warnt vor MenschenrechtskriseEU-Flugzeuge helfen im Kampf gegen Belgiens größten WaldbrandUSA drängen Netanyahu wegen Siedlern, während Häuser in Qusra besetzt werdenHafen Mokha stellt Betrieb ein, Huthi-Raketen treffen MaribSeoul schlägt Gespräche über ein Ende des Koreakriegs vor, Nordkorea lehnt Manöver abPerowskit-Anlage aus China übertrifft Silizium im dreimonatigen FeldtestOpenAIs Umsatzlaufrate übersteigt 40 Milliarden Dollar, Umsatzchefin gehtHamas-Chef in Kairo vor Kushners ReiseWHO: Ebola-Ausbruch im Kongo ist schneller als die EindämmungTürkisches Parlament beschließt Amnestiegesetz für PKK-MitgliederMarokko nimmt mehr als hundert Menschen nahe Ceuta festChina veröffentlicht Ökologieberichte zur Untermauerung seiner Ansprüche im Südchinesischen MeerMyanmar: Mehr als 300.000 Rohingya für Rückführung überprüftPetrobras entdeckt Ölspuren vor der AmazonasmündungChina verurteilt Schritte japanischer Politiker am Yasukuni-SchreinUS-Inflation kühlt ab, Löhne bleiben erneut hinter den Preisen zurückModi verspricht kostenlose Prüfungsvorbereitung nach Jugendprotesten in IndienÖl von gestrandetem russischem Tanker erreicht Omans KüstePanamakanal senkt Tiefgang erneut, Mexiko wirbt für KonkurrenzkorridorStillstehende Häfen kosten die Ukraine 1,75 Milliarden Dollar, Agrarexporte sinkenChinas früherer Ministerpräsident Zhu Rongji gestorbenMindestens 20 Tote bei Zusammenstößen in ZentralnigeriaIran wirft Katar Festhalten von drei Piloten vorXi fordert mehr Vorsorge angesichts der Überschwemmungen in ChinaVenezuela lässt 131 weitere politische Gefangene freiImmer mehr Syrer verlieren in Deutschland ihren SchutzstatusPrüfbericht sieht Lücken in Taiwans DrohnenabwehrIndien will Atomkraft für private Unternehmen öffnenHichilema liegt vorn, nachdem Sambia die Auszählung unterbrochen hattePariser Staatsanwaltschaft ermittelt nach Hackerangriff auf SteuerportalBericht beleuchtet Hebelstrategie hinter Verlusten bei Situational AwarenessArgentinien verliert unter Milei 30.633 UnternehmenMindestens fünf Tote bei Überschwemmungen in IndianaIran nimmt zwei französische Diplomaten wegen mutmaßlicher Unterwanderung festKanadische Petition zur Ausweisung des US-Botschafters übertrifft 170.000 UnterschriftenIndien nimmt 50 Milliarden Dollar bei seiner Diaspora ein und beendet Swap-Fazilität vorzeitigUndurchsichtige Start-ups bauen von Zypern und Malta aus eine Industrie für erotische KI aufGrößte britische Batteriefabrik legt Ausbau auf Eis, Gespräche mit Jaguar Land Rover stockenDritter Drohnenfund an türkischen Küsten binnen eines TagesMeteorologen sehen 95 Prozent Wahrscheinlichkeit für sehr starken El NiñoAntiquariate vermuten KI-Firmen hinter GroßbestellungenÄtna-Warnstufe gesenkt, Flughafen Catania wieder in BetriebBeisetzung für indigenes Mädchen, dessen Tod Unruhen im Outback auslösteIran weist US-Anspruch auf Hormus zurück, Angriffe auf Schiffe nehmen zu600 Drohnen im Anflug auf Moskau, Russland trifft Kiew und Krywyj RihZahl der Toten nach Erdbeben vor Flores steigt über 50Israelische Angriffe töten elf Menschen im Südlibanon, tödlichste Bilanz seit der Juni-WaffenruheKolumbien bittet Trump um Aussetzung der Zölle nach dem BebenRhein auf Rekordtief bei Kaub, Ungarn versenkt Schuten für ReaktorkühlungUSA bereiten beispiellose Wirtschaftsmaßnahmen gegen Iran vorUS-Angriffe auf Boote überschreiten 200 Tote, Fischer aus Ecuador berichtenAnleihehändler ringen mit 70 Milliarden Dollar an Kreditgarantien hinter dem KI-AusbauAlibaba: Offene KI-Modelle bei drei Milliarden DownloadsZahl der Toten nach Fährunglück auf dem Kariba-See steigt auf 68Taliban feiern fünf Jahre an der Macht, UN warnt vor MenschenrechtskriseEU-Flugzeuge helfen im Kampf gegen Belgiens größten WaldbrandUSA drängen Netanyahu wegen Siedlern, während Häuser in Qusra besetzt werdenHafen Mokha stellt Betrieb ein, Huthi-Raketen treffen MaribSeoul schlägt Gespräche über ein Ende des Koreakriegs vor, Nordkorea lehnt Manöver abPerowskit-Anlage aus China übertrifft Silizium im dreimonatigen FeldtestOpenAIs Umsatzlaufrate übersteigt 40 Milliarden Dollar, Umsatzchefin gehtHamas-Chef in Kairo vor Kushners ReiseWHO: Ebola-Ausbruch im Kongo ist schneller als die EindämmungTürkisches Parlament beschließt Amnestiegesetz für PKK-MitgliederMarokko nimmt mehr als hundert Menschen nahe Ceuta festChina veröffentlicht Ökologieberichte zur Untermauerung seiner Ansprüche im Südchinesischen MeerMyanmar: Mehr als 300.000 Rohingya für Rückführung überprüftPetrobras entdeckt Ölspuren vor der AmazonasmündungChina verurteilt Schritte japanischer Politiker am Yasukuni-SchreinUS-Inflation kühlt ab, Löhne bleiben erneut hinter den Preisen zurückModi verspricht kostenlose Prüfungsvorbereitung nach Jugendprotesten in IndienÖl von gestrandetem russischem Tanker erreicht Omans KüstePanamakanal senkt Tiefgang erneut, Mexiko wirbt für KonkurrenzkorridorStillstehende Häfen kosten die Ukraine 1,75 Milliarden Dollar, Agrarexporte sinkenChinas früherer Ministerpräsident Zhu Rongji gestorbenMindestens 20 Tote bei Zusammenstößen in ZentralnigeriaIran wirft Katar Festhalten von drei Piloten vorXi fordert mehr Vorsorge angesichts der Überschwemmungen in ChinaVenezuela lässt 131 weitere politische Gefangene freiImmer mehr Syrer verlieren in Deutschland ihren SchutzstatusPrüfbericht sieht Lücken in Taiwans DrohnenabwehrIndien will Atomkraft für private Unternehmen öffnenHichilema liegt vorn, nachdem Sambia die Auszählung unterbrochen hattePariser Staatsanwaltschaft ermittelt nach Hackerangriff auf SteuerportalBericht beleuchtet Hebelstrategie hinter Verlusten bei Situational AwarenessArgentinien verliert unter Milei 30.633 UnternehmenMindestens fünf Tote bei Überschwemmungen in IndianaIran nimmt zwei französische Diplomaten wegen mutmaßlicher Unterwanderung festKanadische Petition zur Ausweisung des US-Botschafters übertrifft 170.000 UnterschriftenIndien nimmt 50 Milliarden Dollar bei seiner Diaspora ein und beendet Swap-Fazilität vorzeitigUndurchsichtige Start-ups bauen von Zypern und Malta aus eine Industrie für erotische KI aufGrößte britische Batteriefabrik legt Ausbau auf Eis, Gespräche mit Jaguar Land Rover stockenDritter Drohnenfund an türkischen Küsten binnen eines TagesMeteorologen sehen 95 Prozent Wahrscheinlichkeit für sehr starken El NiñoAntiquariate vermuten KI-Firmen hinter GroßbestellungenÄtna-Warnstufe gesenkt, Flughafen Catania wieder in BetriebBeisetzung für indigenes Mädchen, dessen Tod Unruhen im Outback auslöste
Bota
Symbolbild: Brent-Ölpreis übersteigt 100 Dollar, da Angriffe im Roten Meer saudisches Rohöl auf längere Routen zwingenSymbolbild

Brent-Ölpreis übersteigt 100 Dollar, da Angriffe im Roten Meer saudisches Rohöl auf längere Routen zwingen

4 Quellen

Der Brent-Ölpreis schloss am 23. Juli erstmals seit Ende Mai über 100 Dollar je Barrel, nachdem Angriffe der Huthi auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer neben der bereits blockierten Straße von Hormus einen zweiten gestörten Engpass geschaffen hatten. Saudi-Arabien leitet seine Exporte über den Suezkanal um, ein Umweg, der die Treibstoffkosten pro Fahrt nach Asien annähernd verdoppelt. Asiatische Aktien fielen nach einem Ausverkauf in den USA, und Analysten warnen vor einem erneuten Inflationsschub.

Was passiert ist

Der Brent-Ölpreis, Referenzgröße für mehr als zwei Drittel des weltweiten Ölhandels, stieg am Donnerstag, den 23. Juli, laut Le Monde und The National erstmals seit Ende Mai wieder über 100 Dollar je Barrel. The National bezifferte den Anstieg vom Donnerstag auf 7 Prozent, womit Brent ein Zweimonatshoch von 102 Dollar erreichte; Le Monde errechnete einen Anstieg von 33 Prozent gegenüber dem Stand einen Monat zuvor, als Washington und Teheran eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet hatten, die zum Frieden führen sollte. Am Freitag gab der Preis einen Teil des Anstiegs wieder ab: Brent fiel um 3,88 Prozent auf 96,78 Dollar, West Texas Intermediate um 3,12 Prozent auf 89,31 Dollar, nachdem es im Handelsverlauf zeitweise um bis zu 5 Prozent gefallen war. Dennoch schloss Brent die Woche mit einem Plus von fast 10 Prozent, WTI mit rund 8,3 Prozent, nach einem wöchentlichen Sprung von 16 Prozent in der Vorwoche. Der unmittelbare Auslöser, von beiden Medien übereinstimmend beschrieben, waren die von der Huthi-Bewegung reklamierten Angriffe auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer, drei Tage nachdem sie ein Seeembargo gegen saudische Häfen angedroht hatte. Die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Versorgung fließt, war bereits stark beeinträchtigt. Daily Sabah berichtet unter Berufung auf Reuters, die Durchfahrten durch Hormus und Bab al-Mandab lägen dieses Jahr bei etwa einem Drittel der Mengen von 2023. Die New York Times berichtet von fallenden asiatischen Aktien nach einem Ausverkauf in den USA, ausgelöst durch Ölpreise, steigende Kreditkosten und Sorgen im Technologiesektor.

Die Lager

Die Huthi-Bewegung stellt die Angriffe laut Le Monde und The National als Vollzug eines erklärten Seeembargos gegen Saudi-Arabien dar und greift Schiffe an, die Rohöl von OPEC-Mitgliedern transportieren; Le Monde beschreibt die Gruppe als Verbündete der Islamischen Republik Iran. Washingtons Reaktion bestand laut The National in einer Warnung von Präsident Trump, es werde eine „schwere militärische Bestrafung“ folgen, sollten die Angriffe auf die Schifffahrt fortgesetzt werden. Riads Antwort war bislang eher logistischer als rhetorischer Natur: Daily Sabah berichtet, das Land verlagere Lieferungen auf den Suezkanal, nachdem die Umgehung über das Rote Meer unsicher geworden sei. Die Quellen enthalten keine Stellungnahme Teherans zu den Angriffen auf die Schifffahrt oder zum Zusammenbruch des Friedensprozesses und keinen Kommentar der saudischen Regierung; die iranische Position ist hier daher nicht unmittelbar dokumentiert.

Der Blick von außen

Medien außerhalb der Kampfzone deuten das Geschehen vor allem als makroökonomisches Ereignis. The National aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zitiert den Equiti-Group-Strategen Noureldeen Al Hammoury mit der Aussage, anhaltende Preise über 100 Dollar würden sich auf Transport-, Fertigungs- und Lebensmittelkosten durchschlagen, die zuletzt beobachtete Desinflation bremsen und es wahrscheinlicher machen, dass große Zentralbanken die Zinsen länger hoch halten. Das Medium hält fest, dass sich die US-Verbraucherinflation im Juni stärker als erwartet abgeschwächt hatte, da die Energiepreise während einer vorübergehenden US-iranischen Waffenruhe zurückgingen, und dass Vertreter der Federal Reserve nach der Zinspause im Vormonat signalisiert hätten, ihr nächster Schritt könnte eine Erhöhung sein. Derselbe Analyst argumentiert, die bislang durch Optimismus rund um künstliche Intelligenz und Unternehmensgewinne gestützten Märkte könnten sich breit neu bewerten, sollte der Ölpreis hoch bleiben, während die Konjunktur nachlässt. Die türkische Daily Sabah, die Reuters-Berichterstattung übernimmt, behandelt die Geschichte als Frachtkostenproblem und legt die Rechenwege der Umleitungen im Detail dar.

Was neu ist

Neu ist der Wegfall der Ausweichroute. Saudi-Arabien hatte bereits im Februar den Großteil seiner Exporte vom Golf ins Rote Meer verlagert, als der US-iranische Krieg Hormus störte; die Angriffe dieser Woche haben diese Option genommen und drängen das Königreich laut Daily Sabah zum Suezkanal, einem Kanal, den es seit Jahrzehnten nicht mehr als Hauptexportweg genutzt hat. Da die meisten saudischen Käufer inzwischen in Asien statt in Europa und den USA sitzen, stehen den Tankern deutlich längere Fahrten bevor: 19 Tage von Yanbu nach Taiwan über Bab al-Mandab gegenüber 48 Tagen auf der alternativen Route um Afrika, laut Daten von Kpler und LSEG. Reuters-Berechnungen auf Basis von LSEG-Daten beziffern die zusätzlichen Treibstoffkosten auf rund 2,87 Millionen Dollar pro Fahrt gegenüber 1,26 Millionen Dollar, hinzu kommen rund 1 Million Dollar an Suez-Transitgebühren. Laut Energy Aspects müssen große Tanker den Kanal halb leer durchqueren und im Mittelmeer nachladen, mit teilweiser Entladung in die 320 Kilometer lange Sumed-Pipeline von Ain Sokhna nach Sidi Kerir, die bis zu 2,5 Millionen Barrel pro Tag bei saudischen Gesamtexporten von etwa 7 Millionen Barrel bewältigen kann.

Mögliche Folgen

Sollten die Angriffe auf die Schifffahrt anhalten und sich die Bedrohung für Bab al-Mandab verschärfen, würden die von Reuters beschriebenen Umleitungskosten zu einem dauerhaften Aufschlag auf saudisches Rohöl, das Asien erreicht, was eine Risikoprämie im Preis hielte und die Kapazitätsgrenzen des Suez- und Sumed-Korridors auf die Probe stellen würde. Sollte sich die Lage entspannen, erwartet der von The National zitierte Analyst, dass sich diese Prämie relativ rasch auflöst, was die in den US-Inflationsdaten für Juni beobachtete Desinflation wiederherstellen würde. Ein dritter Weg führt über die Geldpolitik statt über die Schifffahrt: Anhaltende Preise über 100 Dollar bei zugleich nachlassender Konjunktur könnten Zentralbanken, die bereits Zinssenkungen vorbereitet hatten, dazu bewegen, die Zinsen zu halten oder anzuheben, und die Aktienmärkte von dem technologiegetriebenen Optimismus abbringen, der sie laut demselben Medium bislang gestützt hat.

So sehen es die Lager
  • Houthi movement: Claims the attacks on two Saudi oil vessels as enforcement of an announced maritime embargo on Saudi ports and targets ships carrying OPEC members' crude.

  • Saudi Arabia: Issues no reported public response but reroutes exports again, this time through the Suez Canal, after the Red Sea workaround became unsafe.

  • United States: Threatens 'major military punishment' against Iran and the Houthis if attacks on shipping continue.

  • Iran: Described by Le Monde as the Houthis' ally and named by Washington as a target of possible retaliation; no Iranian statement appears in the available sources.

Weiter beteiligt

Transit state EgyptAsian buyers

Zur Ausgabe