SymbolbildHackerangriff auf französische Supermarkt-Kühlungen trifft weitere Hersteller
Hacker haben die Kühlsysteme in Hunderten französischer Supermärkte überhitzt, Tonnen Lebensmittel verdarben. Die Täter sind unbekannt.
In der Nacht zu Montag, dem 12. Oktober, übernahmen Hacker die Steuerung vernetzter Kühlanlagen und hoben die Temperaturen auf 50 Grad an, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Die Zahl der betroffenen Märkte variiert: Die New York Times nennt mindestens 380, das Handelsblatt mindestens 500. Coopérative-U-Chef Dominique Schelcher sagte am Dienstag im Sender RTL, rund 80 von 2000 Filialen seien betroffen gewesen, und sprach von einem „beispiellosen“ Angriff auf die Lebensmittelsicherheit. Die Cybercrime-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft und die Cybersicherheitsbehörde Anssi ermitteln, bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt.
Zweite Welle trifft Dixell-Geräte
Laut Le Monde wurde in der Nacht zu Dienstag ein Supermarkt bei Bordeaux mit Dixell-Technik angegriffen; das Personal stoppte den Angriff, Waren mussten nicht entsorgt werden. Anssi erklärte, neben Danfoss-Systemen seien auch Kühlgeräte von Copeland und Dixell kompromittiert worden.
Hersteller verweisen auf veraltete Firmware
Danfoss erklärt, die betroffenen Systeme erhielten keine Sicherheitsupdates mehr und liefen mit alter Firmware. Copeland räumte eine Schwachstelle in einer eingestellten Controller-Generation ein. Die FAZ berichtet auch von Vorfällen in den Niederlanden.