SymbolbildSaudische Koalition greift Ölanlagen in Sanaa an, Huthis nehmen Riad und Aramco ins Visier
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition griff am Dienstag nach einer Evakuierungswarnung Ölanlagen bei Sanaa an. Die Huthis antworteten mit Raketen und Drohnen auf Riad und Dhahran.
Koalitionssprecher Turki Al-Maliki bestätigte am Dienstag, 13. Oktober, Angriffe auf Ölanlagen in Sanaa und weitere Infrastruktur in den Provinzen Saada und Dhamar, Stunden nach dem ersten Evakuierungsaufruf seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe im Juli. Die Yemen Petroleum Company erklärte, Vorräte und Versorgung seien nicht betroffen. Die Huthis sagten, saudische Flugzeuge hätten binnen 24 Stunden 104 Angriffe auf Sanaa und acht Provinzen geflogen und dabei Zivilisten getroffen.
Angriffe auf Riad und Aramco
Die Huthis erklärten Aramco-Anlagen zu legitimen Zielen und forderten Zivilisten auf, sich fernzuhalten. Der saudische Zivilschutz teilte mit, Trümmer abgefangener Raketen hätten in Riad vier Menschen verletzt und 15 Häuser beschädigt. Die Behörden meldeten einen begrenzten Brand ohne Opfer an einem Verwaltungsstandort von Aramco in Dhahran.
Flüge gestrichen, Trump äußert sich
Mehrere Fluggesellschaften setzten Flüge nach Saudi-Arabien aus, berichtete AP. Trump sagte, die Huthis trieben wahrscheinlich im Auftrag Irans gezielt die Ölpreise vor den US-Zwischenwahlen hoch; ob die USA angreifen, ließ er offen, er könnte aber Erdogan um Hilfe bitten. Erdogan versicherte dem Kronprinzen telefonisch, die Türkei stehe an Saudi-Arabiens Seite.