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Bota
Symbolbild: Pentagon drängt Rüstungskonzerne zu schnelleren Lieferungen, während Abfangraketen knapp werdenSymbolbild

Pentagon drängt Rüstungskonzerne zu schnelleren Lieferungen, während Abfangraketen knapp werden

5 Quellen

Das Pentagon hat den US-Rüstungsfirmen 21 Tage gesetzt, um Pläne für schnellere Waffenlieferungen vorzulegen. Anlass sind die in fünf Monaten Krieg gegen den Iran geleerten Bestände.

Der stellvertretende Verteidigungsminister Steve Feinberg schrieb am Mittwoch, 5. August, an die Industrieführung und verlangte "deutlich schnellere, aggressivere Lieferpläne"; "jahrelange Entwicklungszyklen sind nicht akzeptabel", heißt es in dem Memo, das der Washington Post vorliegt. Die Unternehmen sollen Kapitalinvestitionen und Werkserweiterungen vorschlagen; als Programme, die beschleunigt werden könnten, nennt er den Next Generation Interceptor und das Luftverteidigungssystem NASAMS. Sprecher Sean Parnell erklärte am Samstag, der Vorstoß werde in den Haushaltsentwurf für das Fiskaljahr 2028 einfließen.

Patriot im Zentrum des Mangels

Reuters berichtet, die Nachfrage nach Patriot-Abfangraketen sei stark gestiegen, während der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der Nahostkonflikt die Vorräte leeren und die Ukraine dringend Nachschub sucht. Die Denkfabrik CSIS warnt, geschrumpfte Bestände an Patriot und THAAD könnten dazu führen, dass US-Streitkräfte weniger Abfangraketen gegen anfliegende iranische Drohnen und Raketen einsetzen.

Trump spielt den Mangel herunter

Trump schrieb am Donnerstag auf Truth Social, die USA verfügten über "massive Mengen" an Munition, obwohl er Engpässe bei einzelnen Waffen eingeräumt hat. Ein Verteidigungshaushaltsgesetz steckt weiter im Kongress fest.

Andere Meinungen

Telesur verbindet das Memo mit einem berichteten Zerwürfnis zwischen Trump und Kriegsminister Pete Hegseth; Bloomberg und ein Meinungsbeitrag des Wall Street Journal deuten die Knappheit als Risiko über den Iran hinaus und als Argument für Waffen an die Ukraine.

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