SymbolbildRussland wertet Delegation für Abu Dhabi auf, Selenskyj warnt vor „zweitem Jalta“
Russland schickt hochrangige Diplomaten und Offiziere zu den US-vermittelten Gesprächen mit der Ukraine am Dienstag und Mittwoch, den ersten seit Februar. Selenskyj nennt Trumps europäischen Sicherheitsplan gefährlich.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax, dem Chefunterhändler Wladimir Medinski würden der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow, der erstmals teilnimmt, und der Generalstabsoffizier Juri Schigarlowski zur Seite stehen. Bloomberg, von Politika wiedergegeben, schreibt, die Besetzung könne auf Moskaus Bereitschaft zu politischen und militärischen Gesprächen hindeuten.
Selenskyj: Kein zweites Jalta
In einem CNN-Interview nannte Selenskyj den US-Plan für eine neue europäische Sicherheitsordnung möglicherweise gefährlich. Er will zuerst ein Ende des Krieges, dann Garantien, dann eine neue Architektur, und sagt, Russland wolle mit der Architektur beginnen. Ein zweites Jalta lehnte er ab.
Moskau schließt europäische Truppen aus
Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte am Samstag, Europäer hätten am Verhandlungstisch keinen Platz, und Russland betrachte alle ausländischen Truppen in der Ukraine als legitime Ziele. Der Duma-Ausschussvorsitzende Pjotr Tolstoi sagte TASS am Sonntag, eine Stationierung während einer Waffenruhe sei inakzeptabel.
Keine weiteren Patriots aus Berlin
Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte der Funke-Mediengruppe, Deutschland könne keine weiteren Patriot-Systeme liefern, ohne Lücken in der eigenen Verteidigung zu schaffen. Er sieht kaum Chancen auf eine baldige Waffenruhe.
Andere Meinungen
TASS stellt die Manöver der Koalition der Willigen als Eskalation dar; deutsche Medien betonen Europas Sorge, übergangen zu werden.