SymbolbildLitauen stuft Starlink-Brand als Sabotage ein, Spannungen im Baltikum wachsen
Der Brand in einem Starlink-Zentrum in Litauen war Sabotage, sagen Beamte der New York Times. Ein bulgarisches Gericht ordnete am Montag die Festnahme zweier Deutscher wegen eines ähnlichen Brandes an.
Der Brand in Litauen beschädigte das Netz nicht ernsthaft und folgte auf ähnliche Vorfälle in Bulgarien und Polen, so die Times. Bulgarische Ermittler sagen, die beiden Deutschen seien aus Serbien eingereist, hätten sich einige Stunden im Land aufgehalten und seien zurückgekehrt, nachdem sie mutmaßlich Starlink-Antennen im Telekommunikationszentrum Plana südlich von Sofia angezündet hatten. Das Gericht billigte einen Europäischen Haftbefehl, und laut BTA drohen den beiden im Fall einer Verurteilung drei bis zwölf Jahre Haft.
Drohnenabsturz in Litauen
Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius sagte, die am Sonntag, dem 18. Oktober, abgestürzte Drohne habe Sprengstoff getragen und stamme aus der Ukraine; er verwies auf Wrackteile und eine ukrainische Erklärung, berichtet TASS. Die Ukraine bedauerte den Vorfall, und laut Reuters will Vilnius den Schutz kritischer Infrastruktur verstärken.
Aufrüstung in Kaliningrad
Iceye-Satellitenbilder, die der FAZ vorliegen, zeigen, dass Russland bei Gwardeisk ein Over-the-Horizon-Radar baut, das Flugzeuge und Raketen in 900 bis 3000 Kilometern Entfernung erfassen kann. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte Bloomberg, Europa unterschätze Russlands Bestreben, seine politische Ordnung zu destabilisieren.
Andere Meinungen
Moskau nennt die Sabotagevorwürfe haltlos und antirussische Hysterie, berichtet die staatsnahe serbische Politika.