SymbolbildMindestens vier Tote bei Überschwemmungen in Ostspanien, Bewohner von Dächern gerettet
Starkregen des Sturmtiefs Adam hat in Ostspanien mindestens vier Menschen das Leben gekostet, meldete der staatliche Sender RTVE. Retter holten Bewohner in den Provinzen Valencia und Alicante von Dächern.
Starkregen und Überschwemmungen trafen am Montag, 19. Oktober, die spanische Mittelmeerküste, am stärksten den Süden der Provinz Valencia und den Norden der Provinz Alicante. Zuvor waren zwei Todesfälle gemeldet worden, eine Frau in Sagunt und eine Frau in Katalonien; laut dpa wurden in der Küstenstadt Oliva zwei weitere Leichen geborgen. Rettungskräfte, darunter Soldaten der Notfalleinheit der Armee, befreiten mit Hubschraubern und Booten Dutzende Menschen von Dächern, aus überfluteten Gebäuden und aus Fahrzeugen. Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte die Lage in der Region Valencia "sehr schwierig".
Rekordniederschläge
Der spanische Wetterdienst AEMET registrierte in Oliva innerhalb von 24 Stunden mehr als 530 Millimeter Regen, in Pego knapp über 620. Juan Carlos Valderrama, Notfallverantwortlicher der Region, sagte, viele Menschen seien eingeschlossen, und forderte die Bewohner auf, zu Hause zu bleiben.
Ausgangssperren und Evakuierungen
Die Regionalregierung rief die zweithöchste Notfallstufe aus und setzte den Unterricht in mehr als 40 Gemeinden aus. Eine Ausgangssperre galt zunächst für 145 Gemeinden mit über 800.000 Einwohnern, am Nachmittag nur noch für acht. Olivas Bürgermeisterin Yolanda Pastor sagte, rund 2.000 Menschen seien aus sieben Campingplätzen evakuiert worden.
Klimakontext
Wissenschaftler erklären, der Klimawandel verstärke die Herbststürme, die den Osten Spaniens regelmäßig treffen. Laut AEMET war der September 2026 auf der Halbinsel der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen.