SymbolbildIndonesien nimmt eng gehaltene Aktien aus dem Index, um MSCI-Herabstufung abzuwenden
Indonesiens Börse nimmt 80 eng gehaltene Aktien aus ihrem Leitindex, um eine Herabstufung durch MSCI abzuwenden. Die Kurse gaben am Montag weiter nach.
Der Jakarta Composite Index fiel am Montag, 19. Oktober, den zweiten Handelstag in Folge auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren, nachdem MSCI am Freitag, 16. Oktober, erklärt hatte, eine Herabstufung auf den Status eines Standalone-Marktes zu erwägen. Laut Handelsblatt verlor der Index am Freitag mehr als 11 Prozent und am Montag weitere 4 Prozent, der stärkste Einbruch seit der Asienkrise der 1990er-Jahre. Börsenchef Jeffrey Hendrik sagte, die Börse habe keine Vorwarnung erhalten. Nach einer Online-Konferenz mit MSCI am Montagnachmittag beschloss die Börse laut Nikkei Asia, alle Aktien mit hoher Aktionärskonzentration aus dem Index zu nehmen.
Indexänderung und Handelsbeschränkungen
Die ausgeschlossenen Aktien machen 18 Prozent der Indexgewichtung aus, berichtet Nikkei Asia. Zudem senkte die Börse für bestimmte Aktien die untere automatische Ablehnungsgrenze, und die Aufseher verstärken die Durchsetzung.
Was auf dem Spiel steht
Laut Handelsblatt kritisiert MSCI seit Längerem mangelnde Transparenz und mutmaßliche Kursmanipulation; die Regierung wollte Transparenzmaßnahmen vorstellen. Reuters beziffert die möglichen Folgen auf 65 Milliarden Dollar, die New York Times führt die Verunsicherung der Anleger auf die Politik von Präsident Prabowo Subianto zurück.