SymbolbildChina will 40 Technologien in KI, Biotechnologie und Solar unter Exportkontrolle stellen
Chinesische Behörden haben am Freitag vorgeschlagen, 40 Technologien, davon 23 mit KI-Bezug, in die Exportkontrolle aufzunehmen. Stellungnahmen sind bis zum 15. November möglich.
Der Entwurf betrifft KI-Chips, große Sprachmodelle, Solartechnik und Biotechnologie, berichtet The National. Peking erklärt, man wolle Missbrauch eindämmen; die meisten Güter könnten weiterhin ohne harte Beschränkungen und mit vereinfachter Lizenzierung ausgeführt werden. Leonhard Xu von der Beratungsfirma Sinolytics weist darauf hin, dass die Registrierung sofort gilt, auch für bereits laufende Lieferungen, und dass Exportkontrolle meist kein Verbot bedeutet. Ting Peng von der Kanzlei BZW sagt, die Registrierungspflicht erfasse auch bestimmte grenzüberschreitende Übertragungen geistigen Eigentums und Lizenzvereinbarungen.
Belastung für den Handelsfrieden
Im vergangenen Monat einigten sich Washington und Peking nach dem Besuch von Xi Jinping im Weißen Haus darauf, Zölle auf Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar zu senken und einen KI-Dialog zu beginnen. Wendy Cutler vom Asia Institute sagt, der Schritt zeige die Brüchigkeit des Waffenstillstands, und erwartet, dass die USA mit eigenen Beschränkungen antworten.
Andere Meinungen
Das chinesische Blatt Global Times nennt den Entwurf einen "notwendigen Schritt" zum Schutz der nationalen Sicherheit und berichtet, das Handelsministerium wolle Sicherheit gewährleisten und den Austausch von Open-Source-Technik fördern.