SymbolbildProteste in Albanien greifen über Tirana hinaus, Zahl der Verletzten steigt
Vier Tage Proteste in Albanien haben laut Innenminister 156 Verletzte gefordert. Koha berichtet, das Rathaus von Shkodër sei in Brand gesetzt worden.
Innenminister Ervin Demo erklärte am Freitag, dem 16. Oktober, unter den Verletzten seien 97 Polizisten, 45 Demonstranten und 12 Passanten, darunter vier Minderjährige. Er warf den Organisatoren vor, Gewalt für die politische Konfrontation einzusetzen, und sagte, unter den Festgenommenen und Verfolgten seien sehr wenige Studierende. Kohas Schlagzeile nennt mehr als 150 Festnahmen in vier Tagen und berichtet, einen Tag zuvor seien 56 Demonstranten festgenommen worden, 16 davon Minderjährige. Demo warnte, die Unruhen dürften Albaniens Weg in die Europäische Union nicht gefährden.
Gebäude in Shkodër angegriffen
Koha berichtet, das Rathaus von Shkodër sei in Brand gesetzt worden, offenbar mit Molotowcocktails.
Rama bleibt, Kritiker fordern Gespräche
Laut Koha-Schlagzeilen sagte Ministerpräsident Edi Rama, die Ereignisse seien kein Zufall, und die "Geiselnahme" der Stadt habe nichts mit den Problemen der Bürger zu tun. Die Politiker Mejdini und Spiropali forderten ihn auf, eine politische Lösung anzubieten.
Klinikzahlen und suspendierte Beamte
Das Universitätsklinikum Tirana teilte mit, nach der Freitagsdemonstration hätten sich bis 18:45 Uhr 11 Menschen behandeln lassen, drei davon Minderjährige: sechs Demonstranten, drei Polizisten und zwei Passanten. Koha berichtet zudem, zwei Polizisten seien wegen Gewalt gegen Demonstranten suspendiert worden.