Erzählfaden · 5 Ereignisse
Zugang zu HIV-Prävention
SymbolbildWo das Thema steht
Nicht mehr die Verfügbarkeit, sondern die Finanzierung ist inzwischen der Engpass: Die Welt-Aids-Konferenz in Rio wird von ausbleibenden Hilfsgeldern beherrscht, allen voran von der Trump-Regierung, während die Zahl der Neuinfektionen steigt, berichtet die FAZ.
HIV-Prävention in Pillenform, eingenommen von nicht infizierten Personen, um eine Ansteckung mit dem Virus zu verhindern, war lange weniger durch die Wissenschaft als durch Kosten und Verfügbarkeit begrenzt. Merck hat eine neue Präventionspille entwickelt, und die zentrale Frage dabei war, ob sie so bepreist und produziert würde, dass sie die Länder erreicht, in denen HIV am weitesten verbreitet ist. Die Lizenzierung der Generika-Herstellung an andere Unternehmen ist der Mechanismus, durch den ein patentiertes Medikament kostengünstig in und für diese Länder hergestellt werden kann. Der berichtete Betrag von etwa 5 US-Dollar pro Person und Jahr sowie die Auswahl der Hersteller in Afrika und Indien sind die Bedingungen dieser Vereinbarung, wie sie von der New York Times beschrieben werden. Ob ein vergleichbarer Zugang auch in anderen Regionen, einschließlich weiter Teile Lateinamerikas, folgt, ist noch nicht geklärt.
Verlauf im Detail
Sonntag, 2. August 2026 · GeopolitikAIDS-Konferenz in Rio dreht sich um fehlende Hilfsgelder
Bei der Welt-AIDS-Konferenz in Rio de Janeiro dreht sich alles um Hilfsgelder, die ausbleiben, vor allem von der Trump-Regierung, berichtete die FAZ am Samstag. Die Zahl der Neuinfektionen steige, obwohl das Virus eigentlich unter Kontrolle gehalten werden könnte, so das Blatt.
Samstag, 1. August 2026 · GeopolitikKürzungen der Förderung blockieren Zugang zu langwirksamem HIV-Präventionsmedikament
Kürzungen der Förderung blockieren Zugang zu langwirksamem HIV-Präventionsmedikament
Experten sagten dem Guardian, ein neues injizierbares PrEP-Mittel könne HIV-Infektionen weltweit drastisch senken, doch Kürzungen bei USAID und ein starker Rückgang der Präventionsinvestitionen verhinderten den Zugang dazu. Der Telegraph berichtete, Studien zeigten, dass Lenacapavir Infektionen nahezu vollständig verhindern könne, doch fast niemand könne es in den lateinamerikanischen Ländern erhalten, in denen es getestet wurde.
Donnerstag, 30. Juli 2026 · GeopolitikTrump schließt WHO von Gavi-Finanzierung aus, während HIV-Warnungen zunehmen
Trump schließt WHO von Gavi-Finanzierung aus, während HIV-Warnungen zunehmen
Die Trump-Regierung schnitt die WHO von der Finanzierung durch die Impfallianz Gavi ab, berichtete Al Jazeera, nach einem langjährigen Streit zwischen Trump und der UN-Gesundheitsbehörde. Russlands Gesundheitsministerium erklärte, Kürzungen bei der globalen HIV-Finanzierung würden in Russland keine Epidemie auslösen, da die russischen HIV-Programme nicht von internationalen Geldern abhingen, während Gennadi Onischtschenko die UN-Prognose einer neuen HIV-Epidemie als nicht unbegründet bezeichnete und sagte, reichere Länder müssten die Behandlung in ärmeren Ländern bezahlen.
Dienstag, 28. Juli 2026 · GeopolitikBericht warnt: Sinkende Finanzierung könnte Fortschritte gegen HIV zunichtemachen
Bericht warnt: Sinkende Finanzierung könnte Fortschritte gegen HIV zunichtemachen
Rückläufige internationale Finanzierung könnte Fortschritte zunichtemachen, die Neuinfektionen mit HIV und AIDS-bedingte Todesfälle auf den niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren gebracht haben, berichtet Politika. Der Artikel warnt vor einer erneuten Ausbreitung der Epidemie.
Samstag, 25. Juli 2026 · TechnologieMerck lizenziert Generika-Produktion einer neuen HIV-Präventionspille für rund 5 Dollar pro Jahr
Merck lizenziert Generika-Produktion einer neuen HIV-Präventionspille für rund 5 Dollar pro Jahr
Merck hat mit Unternehmen in Afrika und Indien vereinbart, Generikaversionen seiner neuen HIV-Präventionspille herzustellen, die laut New York Times bereits ab 5 Dollar pro Person und Jahr kosten könnte. Der Schritt richtet sich an die Regionen mit der höchsten HIV-Krankheitslast. Der Zugang in weiten Teilen Lateinamerikas bleibt unklar.
New York Times