SymbolbildNiedrigwasser droht Deutschlands wichtigste Wasserstraße zu teilen
Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt erwartet für diese Woche einen einstelligen Rheinpegel bei Kaub, womit die Wasserstraße zweigeteilt wäre. Chemieunternehmen und Handel warnen vor Engpässen.
BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen sagte der „Rheinischen Post“ am Montag, 10. August, bei derart niedrigen Ständen könnten dort weder Güter- noch Kreuzfahrtschiffe verkehren. Zwischen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln bleibt der Verkehr möglich, weiter südlich auf Neckar, Mosel und Main. In Köln wurde am Samstag, 8. August, der niedrigste Pegel seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen, der Rekord von 2018 ist unterschritten.
Chemie auf dem Trockenen
BASF, dessen Stammwerk hinter der Engstelle Kaub liegt, wickelt 40 Prozent seiner Transporte über den Fluss ab und meldet Engpässe in Einzelfällen; die Sperrung von 2018 kostete den Konzern eine Viertelmilliarde Euro Gewinn. Lanxess-Chef Matthias Zachert sagte, die Schiffe seien nur zu 20 bis 30 Prozent befüllt, und warnte vor Produktionsausfällen.
Keine freien Kapazitäten auf Straße und Schiene
Der Handelsverband HDE warnte am Sonntag, die Verlagerung auf Lkw und Bahn könne auch im Einzelhandel zu Engpässen führen, und forderte vom Wirtschaftsministerium eine dauerhafte Zulassung von Lang-Lkw; die FAZ berichtet, Spediteure sähen keine freien Kapazitäten.
Schweiz hebt Importzölle auf
Die FAZ berichtet, die Schweiz habe zur Entlastung der Versorgung Importzölle aufgehoben.
Andere Meinungen
Die Global Times zeigte nur Xinhua-Fotos stillliegender Schiffe in Köln, Dürre ohne die wirtschaftlichen Folgen, über die deutsche Medien berichten.