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Bota
Symbolbild: Weltmeere erreichen wärmsten Juli seit Messbeginn, El Niño verstärkt sichSymbolbild

Weltmeere erreichen wärmsten Juli seit Messbeginn, El Niño verstärkt sich

3 Quellen

Die Meere außerhalb der Polarregionen waren im vergangenen Monat wärmer als in jedem anderen Juli seit Messbeginn, teilte der EU-Dienst Copernicus am Montag mit. Fachleute führen einen Teil des Anstiegs auf einen erstarkenden El Niño zurück.

Copernicus maß für den Juli eine durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur von 20,97 Grad, über den 20,89 Grad vom Juli 2023, mit Rekordwärme und schweren marinen Hitzewellen an der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer. Weite Teile des tropischen Pazifiks bleiben außergewöhnlich warm, dort erwartet Copernicus in den kommenden Monaten eine Verstärkung der El-Niño-Bedingungen. Die NOAA beziffert die Wahrscheinlichkeit auf 82 Prozent, dass das diesjährige Ereignis zu den stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950 zählt.

Europas Flüsse führen wenig Wasser

Westeuropa erlebte den wärmsten Juni und Juli seit Messbeginn, 21,62 Grad oder 2,79 Grad über dem Mittel, und Waldbrände haben in der EU in diesem Jahr mehr als 500.000 Hektar zerstört. Niedrige Pegel von Seine, Rhein und Donau zwangen vergangene Woche zwei polnische Kohlekraftwerke und Ungarns einziges Kernkraftwerk Paks zur Abschaltung.

Ernten und Ernährungslage

Das Welternährungsprogramm erklärte in dieser Woche, El Niño könne bis Ende kommenden Jahres fast 49 Millionen weitere Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treiben. Australiens Weizenernte liegt rund 25 Prozent unter der des Vorjahres, und Indiens Monsun brachte bis Ende Juli 16 Prozent weniger Regen.

Andere Meinungen

The National aus Abu Dhabi stellt den Rekord als El-Niño-getrieben dar, der Guardian führt Europas Hitze auf die Verbrennung fossiler Energieträger zurück; die FAZ weist jede Verbindung zwischen der europäischen Hitzewelle und dem pazifischen Phänomen zurück.

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