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Bota
Symbolbild: Spanien weist Reisende aus Italien zurück, Streit um Ceuta verschärft sichSymbolbild

Spanien weist Reisende aus Italien zurück, Streit um Ceuta verschärft sich

9 Quellen

Spanien hat am Samstag an seinen sechs größten Flughäfen 199 aus Italien Ankommende kontrolliert, am ersten Tag der Vergeltungskontrollen. Rom nennt den Schritt inakzeptabel und behält seine eigenen Kontrollen bei.

Das Innenministerium in Madrid teilte am Sonntag, 9. August, mit, Beamte hätten Passagiere von zwölf Flügen aus Italien überprüft; laut Handelsblatt wurde zehn Personen die Einreise verweigert. Eine von Innenminister Fernando Grande-Marlaska unterzeichnete Anordnung nennt eine „ernsthafte, reale und aktuelle Bedrohung der öffentlichen Ordnung und der inneren Sicherheit“; die Kontrollen laufen bis zum 7. September und damit länger als die italienischen, die am 1. August begannen und mindestens bis zum 15. August gelten.

Gegenseitige Vorwürfe von Rom und Madrid

Italiens Außenminister Antonio Tajani sagte am Sonntag der La Stampa, Spaniens Reaktion sei „unverständlich und völlig inakzeptabel“. Spaniens Außenminister José Manuel Albares nannte die Szenen an italienischen Flughäfen „unerträglich“ und „einen Torpedo auf den Rumpf der europäischen Einheit“.

Bis zu 11.000 weiterhin in Ceuta

Ceutas Regierungschef Juan Jesus Vivas sagte dem Sender Onda Cero, nach dem Ansturm vom 30. Juli könnten sich noch 8.000 bis 11.000 Migranten in der Stadt aufhalten, und drang auf schnellere Rückführungen über Tarajal. Madrid spricht von rund 72.000 Eingereisten, von denen etwa 70.000 nach Marokko zurückgekehrt seien.

Schuld an der Welle

Das Handelsblatt berichtet, eine EU-Kommissarin gebe Technologiekonzernen eine Mitschuld an der Krise in Ceuta.

Andere Meinungen

TASS berichtet nur über Ceutas Forderung nach schnelleren Rückführungen; die South China Morning Post deutet den Streit als Test der europäischen Einheit unter Druck.

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