SymbolbildRhein vor Zweiteilung, Hitze und Dürre halten Europa im Griff
Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt erwartet, dass der Pegel Kaub in dieser Woche erstmals einen einstelligen Wert erreicht, was Europas meistbefahrene Wasserstraße zweiteilen würde.
Güterverkehr, Tagesausflüge und Flusskreuzfahrten kämen dort zum Erliegen, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post. Schifffahrt gäbe es weiter zwischen den ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) und Nordrhein-Westfalen sowie auf Neckar, Mosel und Main. Schwanen begrüßte Gespräche im Verkehrsministerium am Montag über die Verlagerung von Ladung auf Straße und Schiene; in Teilen Deutschlands sind Lkw-Fahrverbote ausgesetzt, berichtet Handelsblatt.
Brände in Spanien und Frankreich
In der Provinz Huelva hat sich ein Feuer seit Donnerstag, 6. August, auf rund 8000 Hektar ausgebreitet, mehr als 500 Feuerwehrleute und Soldaten sind im Einsatz; ein Brand in der Lozère zwang am Sonntag zwei Weiler zur Evakuierung.
Donau und Po auf Rekordtiefstand
Niedrigwasser lässt Kreuzfahrtschiffe auf der Donau festsitzen; Bloomberg berichtet, Rumänien habe nach Sprengungen im Fluss neun zusätzliche Tage Reaktorleistung gewonnen, und Italiens Po auf Rekordtief lasse Bauern über einen Wechsel der Anbaukulturen nachdenken.
Rekordhitze im Sommer
Handelsblatt berichtet, Juni und Juli seien in Westeuropa so warm gewesen wie noch nie; eine Messstelle in Budapest maß am Dienstag, 4. August, 40,3 Grad Celsius, dort ein Rekord für Anfang August.
Andere Meinungen
Die Meinungsseite des Wall Street Journal argumentiert, grüne Politik sei nicht schuld an Europas Bränden, eine Debatte, die in der deutschen und französischen Berichterstattung fehlt.