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Bota
Symbolbild: Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichnen gegenseitigen VerteidigungspaktSymbolbild

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichnen gegenseitigen Verteidigungspakt

17 Quellen

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben am Freitag in Mekka einen trilateralen Verteidigungspakt unterzeichnet. Er erklärt einen bewaffneten Angriff auf eines der drei Länder zu einem Angriff auf alle.

Was passiert ist

  • Kronprinz Mohammed bin Salman, Präsident Recep Tayyip Erdogan und Premierminister Shehbaz Sharif unterzeichneten den Text, der als Mekka-Gemeinsames Verteidigungsabkommen bezeichnet wird.
  • Pakistans Außenministerium erklärt, Ziel sei eine stärkere kollektive Abschreckung; konkrete Unterstützungsmaßnahmen wurden nicht dargelegt, berichtet die FAZ.
  • Riad und Islamabad hatten bereits im September 2025 einen bilateralen Verteidigungspakt mit teils identischem Wortlaut vereinbart.
  • Nachdem Saudi-Arabien im Iran-Krieg unter Beschuss geraten war, lieferte Pakistan Kampfjets, Piloten und ein chinesisches Luftabwehrsystem vom Typ HQ-9, so die FT.
  • Saudische und US-Streitkräfte bombardierten Irak am 29. Juli und trafen dabei nach eigenen Angaben Milizen, die für Angriffe auf saudische Ölanlagen verantwortlich seien.

Der Blick von außen

Le Monde zitiert den Analysten Andreas Krieg vom King's College, der den Pakt als das bislang deutlichste Zeichen dafür bezeichnet, dass sich der Nahe Osten von einer allein von Washington organisierten Sicherheitsordnung entfernt. Als einzige der Quellen erinnert die FAZ an wiederholte Vorwürfe westlicher Militärs und Geheimdienste, wonach Riad das pakistanische Atomwaffenprogramm finanziert habe.

Mögliche Folgen

  • Ob von Irak ausgehende Angriffe den Pakt auslösen würden, ist unklar; die New York Times schreibt, seine praktische Funktionsweise bleibe undefiniert.
  • Die FT zitiert eine anonyme Quelle, die das Abkommen als Vorstufe zu weiterem saudischem Militärhandeln gegen die Houthi bezeichnet.
  • Reuters berichtete am Donnerstag, Saudi-Arabien habe Drohnen- und Raketenbewegungen festgestellt, die möglicherweise auf bevorstehende Angriffe hindeuten.
So sehen es die Lager
  • Saudi Arabia: Says the pact targets no country in the region and denies any link to nuclear ambitions, while seeking security partners beyond Washington.

  • Turkey: Its government disinformation unit says the deal does not contradict existing alliance commitments including NATO and complements regional security.

  • Pakistan: Presents the agreement as collective deterrence, but resists being drawn deeper into the Iran war, citing its large Shiite minority.

  • Iran: A member of parliament's national security committee dismissed it as a paper agreement that will not bring the Saudis security.

Weiter beteiligt

United States

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