SymbolbildÖlteppich breitet sich aus, nachdem sanktionierter Tanker vor Oman leckt
Ein sanktionierter Tanker mit schätzungsweise 110.000 Tonnen Rohöl ist vor Oman auf Grund gelaufen und leckt. Greenpeace beziffert den Ölteppich auf rund 600 Quadratkilometer.
Was passiert ist
- Die 270 Meter lange „Caroline Bezengi“, die unter EU-Sanktionen steht, wird der russischen Schattenflotte zugerechnet.
- Satellitenbilder vom Freitag, den 31. Juli, zeigen austretendes Rohöl; die Geodatenfirma Synmax geht davon aus, dass das Schiff höchstwahrscheinlich in Noworossijsk beladen wurde.
- Nach einem Vorfall auf See Anfang Juni stellte der Tanker die Übermittlung seiner Positionsdaten ein; Berichten zufolge war er auf dem Weg nach Indien.
- Ein vollständiger Verlust der Ladung entspräche fast dem Dreifachen der Ölmenge der Exxon-Valdez-Katastrophe von 1989 vor Alaska.
- Greenpeace listet Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger, darunter den seltenen arabischen Buckelwal, als gefährdet auf.
Mögliche Folgen
- Omans Verkehrsministerium hat die Eigner angewiesen, das Schiff und seine Ladung aus dem Gebiet zu entfernen.
- Flaggenstaat und Eigentumsverhältnisse bleiben unklar; Berichten zufolge deutet vieles auf ein chinesisches Unternehmen hin, das zu einer Briefkastenfirma in Shanghai zurückverfolgt wurde.
- Um eine vollständige Ölpest zu verhindern, müsste das Rohöl vermutlich auf einen anderen Tanker umgepumpt werden.
- Die Ursache des Vorfalls im Juni ist ungeklärt; die FAZ berichtet über Spekulationen zu einer ukrainischen Haftmine, was als logistisch schwierig gilt.