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Bota
Symbolbild: Zahl der Ebola-Fälle im Kongo übersteigt 4.000 – Behörden prüfen mögliche MutationSymbolbild

Zahl der Ebola-Fälle im Kongo übersteigt 4.000 – Behörden prüfen mögliche Mutation

7 Quellen

Africa CDC teilte am Donnerstag mit, dass die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo die Marke von 4.000 überschritten habe und dass Studien prüfen werden, ob sich das Bundibugyo-Virus verändert. Kongolesische Teams untersuchen derzeit mehr als 300 Passagiere eines Flussboots, das nahe Kinshasa abgefangen wurde.

Was passiert ist

  • Das kongolesische Gesundheitsministerium zählte bis Montag 3.874 Fälle und 1.751 Todesfälle; das nationale Institut für öffentliche Gesundheit gab am 4. August 3.973 Fälle und 1.801 Todesfälle an.
  • Der Mitte Mai ausgerufene Ausbruch konzentriert sich auf Ituri, auf das fast 90 % der Fälle entfallen, und hat inzwischen auch Nord-Kivu, Sud-Kivu, Haut-Uele und Tshopo erreicht.
  • Die Behörden stoppten das Boot am Mittwoch in Maluku, 65 km flussaufwärts von Kinshasa, nachdem am 25. Juli ein 32-jähriger Mann in Mongala vermutlich an Ebola gestorben war.
  • Laut Africa CDC verfolgen die Teams derzeit nur 10 Kontakte pro Patient statt der üblichen rund 40; mehr als zwei Drittel der Todesfälle ereignen sich außerhalb von Behandlungszentren.
  • Gesundheitspersonal in Ituri befindet sich laut Associated Press wegen ausstehender Löhne im Streik.

Der Blick von außen

Allein Daily Sabah berichtet unter Berufung auf AP über die zusätzlichen 242 Millionen US-Dollar Washingtons für die Reaktion auf den Ausbruch, womit die direkte US-Hilfe die Marke von 512 Millionen US-Dollar überschreitet. The Telegraph schreibt von mehr als 200 festgehaltenen Passagieren, während Reuters von über 300 untersuchten Personen ausgeht.

Mögliche Folgen

  • Laborergebnisse für vier symptomatische Passagiere wurden für Freitag erwartet; Behörden machen widersprüchliche Angaben zur Reiseroute des verstorbenen Mannes und dazu, wo er sich infiziert hat.
  • WHO und Africa CDC haben Studien zu einer möglichen Mutation angekündigt; für den Bundibugyo-Stamm gibt es weder eine zugelassene Behandlung noch einen Impfstoff.
  • Africa CDC plant Fallsuchen von Tür zu Tür, den Einsatz von Remdesivir im Rahmen einer Compassionate-Use-Regelung sowie Tests, ob der Impfstoff Ervebo in den betroffenen Provinzen angeboten werden sollte.
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