SymbolbildZwei Löschhubschrauber-Piloten getötet, als Waldbrand nahe Athen Häuser zerstört
Ein Waldbrand nordwestlich von Athen hat mehr als 100 Häuser zerstört, und am Sonntag kollidierten zwei Löschhubschrauber, wobei die zweiköpfige Besatzung eines Fluggeräts ums Leben kam. Die Einsatzkräfte stehen nun neuen Feuerfronten nahe dem Küstendorf Porto Germeno gegenüber.
Was passiert ist
- Der Brand brach am Freitag, dem 31. Juli, nahe Porto Germeno aus, 70 Kilometer nordwestlich von Athen; Dörfer wurden evakuiert.
- Beide Hubschrauber stürzten nahe Psatha in Attika ab; die Besatzung des zweiten Fluggeräts wurde gerettet, teilte die Feuerwehr mit.
- Griechenlands Ministerpräsident sagte, die beiden getöteten Besatzungsmitglieder seien ein Däne und ein Grieche gewesen.
- Mehr als 500 Feuerwehrleute und Forstkommandos sind rund um Porto Germeno im Einsatz, etwa 100 bei einem separaten Brand bei Egialea.
- Böen über 125 km/h haben Flugzeuge am Boden gehalten; Le Monde berichtet von über 12.000 verbrannten Hektar in Griechenland innerhalb einer Woche.
Der Blick von außen
Deutsche Medien berichten über den Brand vor allem mit Blick auf innenpolitische Folgen: Das Auswärtige Amt warnt Reisende vor möglichen Straßensperrungen und Evakuierungen, deutsche Einsatzkräfte sind in Spanien eingetroffen, und das Betreten von Waldgebieten ist in der Sächsischen Schweiz untersagt.
Mögliche Folgen
- Die FAZ berichtete am Montag, dass neue Feuerfronten Porto Germeno bedrohen; die Regierung warnt vor extrem schwierigen Tagen.
- Die verbrannte Fläche ist ungewiss: Ein Forscher des Nationalen Observatoriums beziffert den Brand bei Porto Germeno auf über 10.000 Hektar, fast doppelt so viel wie erste Schätzungen.
- Zur Ursache der Kollision in der Luft wurde nichts mitgeteilt; die Hubschrauber waren vom australischen Unternehmen McDermott Aviation geleast.
- Weitere Evakuierungen und Sperrungen bleiben möglich, da die Flammen auf die westlichen Ränder Athens vordringen.