SymbolbildÖlpreis steigt, da Kämpfe zwischen USA und Iran Tankerverkehr durch Hormuz stören
Rohöl legte am Freitag deutlich zu, nachdem Kämpfe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran den Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz gestört hatten; WTI notierte nahe 85 Dollar, Brent über 88 Dollar je Barrel. Bloomberg berichtet, Öl steuere auf ein Monatsplus von rund 21 Prozent zu.
Was passiert ist
- Irans Nachrichtenagentur Fars berichtet, die Revolutionsgarde habe zwei Tanker an der Meerenge gestoppt; vier weitere hätten den Kurs geändert.
- Kpler-Schiffstrackingdaten zeigen, dass zwei sehr große Rohöltanker, die im Golf beladen wurden, am Freitag Hormuz passierten.
- Die Kämpfe verschärften sich im Juli, nachdem ein vorübergehender Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran zusammengebrochen war.
- Die jemenitischen Huthis wurden aktiver eingebunden; saudische Streitkräfte schlossen sich US-Operationen gegen vom Iran unterstützte Gruppen im Irak an.
- Sinkende US-Rohölbestände und ein ukrainischer Angriff auf die Raffinerie in Wolgograd erhöhten laut Trading Economics zusätzlich den Druck.
Der Blick von außen
US-Medien rahmen den Monat anhand der Unternehmensgewinner: Bloomberg berichtet über einen Rekordquartalsgewinn bei Chevron und die Erwartung des Unternehmens, dass hohe Treibstoffmargen bestehen bleiben, während die New York Times von den höchsten Ölgewinnen seit Jahren berichtet.
Mögliche Folgen
- Unklar, wie stark die Schifffahrt tatsächlich blockiert ist: Teherans Darstellung und die Trackingdaten von Kpler weichen voneinander ab.
- Kein Anzeichen für einen wiederhergestellten Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, seit der vorübergehende Waffenstillstand diesen Monat zusammenbrach.
- Saudische Beteiligung an US-Operationen im Irak könnte die Kriegsschauplätze ausweiten, die Schifffahrt und Preise betreffen.
- Ob Europa seine zurückliegenden Gasspeicher vor dem Winter noch auffüllt, ist laut New York Times offen.
Iran: Tehran asserts control over passage through Hormuz, with the Revolutionary Guard stopping tankers according to the Iranian agency Fars.
United States: Washington continues military operations against Iran and Iran-backed groups after the temporary ceasefire collapsed.
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