SymbolbildIran erklärt Hormuz für gesperrt nach Angriff auf eskortierte Tanker
Iran erklärte am Freitag, zwei Öltanker angegriffen zu haben, die die Straße von Hormus unter US-Militäreskorte durchquerten, und erklärte die Wasserstraße für gesperrt. Das CENTCOM erklärt, die Straße bleibe offen und Iran habe keine Kontrolle darüber.
Was passiert ist
- Die IRGC erklärt, die beiden Tanker hätten eine „nicht angemeldete Route" genutzt und seien zum Anhalten gezwungen worden; vier weitere seien umgekehrt.
- Die iranische Behörde für die Straße des Persischen Golfs erklärte die Durchfahrt für ausgesetzt und teilte mit, Durchfahrtsanträge würden erst nach Rückkehr der Stabilität geprüft.
- Das CENTCOM meldete seit der Blockade vom 14. Juli 30 umgeleitete Handelsschiffe, zwei manövrierunfähige, zwei geenterte sowie den Einsatz von 20 Kriegsschiffen.
- Iran erklärte, Kamikaze-Drohnen hätten den Luftwaffenstützpunkt Ahmad Al Jaber in Kuwait getroffen; Kuwaits Verteidigungsministerium meldete abgeschossene Drohnen, keine Opfer.
- Laut Kpler sank die Zahl der Durchfahrten durch Hormus von 22 am Mittwoch auf fünf am Donnerstag, wobei alle fünf die iranische Route nutzten.
Der Blick von außen
TASS gibt lediglich die Blockade-Bilanz des CENTCOM wieder, ohne Irans Sperrungsanspruch zu erwähnen, während der Guardian den Krieg mit den US-Zwischenwahlen im November verknüpft und sich dabei auf eine Reuters-Ipsos-Umfrage beruft, wonach nur jeder dritte Amerikaner den Krieg unterstützt – der niedrigste Wert seit Kriegsbeginn.
Mögliche Folgen
- Die Durchfahrt hängt nun davon ab, welche der beiden konkurrierenden Routen ein Schiff nimmt, wobei jede Seite den Korridor der anderen angreift.
- Das Pentagon überdenkt den Umfang seiner Präsenz in Kuwait, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.
- Trump versammelte am Freitag sein Kabinett in Camp David, um das weitere Vorgehen zu besprechen; über ein Ergebnis wurde bislang nicht berichtet.
Iran: Says its navy has full control of the strait, that transit is suspended because of US aggression, and that strikes on US bases in the Gulf will continue.
United States: Says the strait stays open for commercial transit, that Iran does not control it, and that its own naval blockade of Iranian ports enforces compliance.
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