SymbolbildSturm überflutet 70.000 Zelte Vertriebener in Gaza
Starker Regen hat am Samstag nach Angaben lokaler Behörden rund 70.000 Zelte in Gaza überflutet. Die Retter sagen, ihnen fehle die Ausrüstung für den Einsatz.
Der erste Wintersturm begann am frühen 7. November. Der Zivilschutz in Gaza erhielt binnen 10 Stunden rund 1.500 Notrufe, an mehreren Orten stieg das Wasser um 30 bis 40 cm. Dutzende geschwächte Mauern und Dächer stürzten ein und verletzten Menschen, einige schwer, teilte das Regierungsmedienbüro mit. Zivilschutzsprecher Mahmoud Basal sagte, Frühgeborene, Ältere und Kranke seien am stärksten gefährdet, und appellierte an die internationale Gemeinschaft; die Teams arbeiteten ohne Ausrüstung.
Mangel an Unterkünften
Das Medienbüro macht Israel „voll verantwortlich“ und beziffert die ersten Schäden auf rund 3 Millionen Dollar. Le Monde vermerkt, dass die israelischen Behörden seit der Waffenruhe im Oktober 2025 Fertighäuser untersagen und Zelte nur begrenzt zulassen. Gazas Notfallkomitee zufolge werden rund 200.000 Zelte für mehr als eine Million Vertriebene benötigt.
Gebäude und Krankenhaus
Retter evakuierten ein teilweise eingestürztes Gebäude in Nuseirat, im Norden stürzte eine Mauer ein und verletzte zwei Menschen, wie Wafa berichtet. Der Leiter von al-Schifa sagte, die Notaufnahme sei etwa vier Stunden außer Betrieb gewesen.
Andere Meinungen
Al Jazeera gibt die Schuldzuweisung der Behörden in Gaza an Israel wieder, Le Monde beschreibt das Medienbüro als von der Hamas kontrolliert. Israels Position kommt in den Quellen nicht vor.