SymbolbildDutzende Tote im Jemen, Huthis machen saudische Angriffe bei Sanaa verantwortlich
Das von den Huthis geführte Gesundheitsministerium erklärt, Luftangriffe, die es Saudi-Arabien zuschreibt, hätten am Samstag östlich von Sanaa mindestens 22 Menschen getötet, meist Frauen und Kinder. Die Zahlen weichen ab, die New York Times berichtet von mehr als 50 Toten im Jemen binnen 24 Stunden.
Die Angriffe trafen das Dorf Al Schariya im Bezirk Bani Haschisch, zerstörten fünf Häuser und verletzten etwa 30 Menschen, so das Ministerium. Die gemeldeten Opferzahlen variieren: Reuters nennt 27, Le Monde zitiert eine Huthi-Angabe von 33. Laut AP, wiedergegeben von Politika, griffen saudische Jets danach Rettungsteams und Zufahrtsstraßen zum Dorf an. Weder Saudi-Arabien noch die international anerkannte jemenitische Regierung haben sich geäußert, die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Huthis melden Vergeltung
Der Militärsprecher der Huthis, Yahya Saria, erklärte, man habe Raketen und Drohnen auf den Flughafen King Khalid in Riad, Aramco-Anlagen und ein Lager der Nationalgarde in Nadschran abgefeuert. Die saudisch geführte Koalition meldete das Abfangen eines Marschflugkörpers auf Riad, die saudischen Behörden äußerten sich nicht zu den Huthi-Angaben.
Opferzahl am Markt von Taiz umstritten
Am Freitag tötete ein Angriff auf einen Markt in der Provinz Taiz laut Telesur und Politika etwa 30 Menschen. Die Huthis machen die saudisch geführte Koalition verantwortlich, ein Militärsprecher der Regierung beschuldigt die Huthis.
Vorwürfe gegen Iran
Das jemenitische Innenministerium erklärte am Dienstag, den 3. November, 14 Mitglieder der Revolutionsgarden und sieben Hisbollah-Kämpfer halfen den Huthis bei der Planung von Operationen. Die Hisbollah wies die Behauptung als völlig haltlos zurück.
Andere Meinungen
Politika und TASS geben Huthi-Angaben wieder, darunter Sarias Zählung von 105 saudischen Angriffen in 24 Stunden, während Le Monde und Telesur betonen, dass Saudi-Arabien nicht reagiert hat.