SymbolbildSeemann stirbt auf Tanker bei Hormus, Iran meldet weitere Minentreffer
Ein mutmaßlicher Raketenangriff auf den Tanker Velos Sapphire tötete am Donnerstag einen Seemann im Golf. Irans Revolutionsgarden sagen, zwei weitere Tanker seien in Hormus auf Minen gelaufen.
Der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Tanker Velos Sapphire, unbeladen auf dem Weg nach Bahrain, wurde am Donnerstag, 5. November, von einer Explosion getroffen, wie sein Manager Velos Tankers am Freitag mitteilte. Der zunächst vermisste Seemann wurde tödlich verletzt gefunden, die Besatzung löschte das Feuer, und das Schiff erreichte den Hafen Khalifa Bin Salman in Bahrain. Die Quellen nennen keinen Angreifer. Die Marine der Revolutionsgarden erklärte am Freitag, zwei Tanker auf verbotenen Routen seien auf Minen gelaufen und in Brand geraten; die Meerenge bleibe geschlossen, bis Irans sieben Bedingungen erfüllt seien. Diese Darstellung stammt nur von iranischen Medien. Separat meldete UKMTO eine Explosion nahe der Wasserlinie eines Tankers 16 Seemeilen vor Hasab in Oman, die Besatzung blieb unversehrt.
Weitere Drohnenmeldungen über Qeschm
Die Revolutionsgarden sagen, sie hätten am Freitag die 16. US-Drohne vom Typ MQ-1 über der Insel Qeschm abgeschossen. Tehran Times meldet zudem zwei weitere MQM-170-Drohnen in der Nacht zu Freitag, insgesamt sechs, sowie eine 55. MQ-9 über der östlichen Meerenge. Unabhängig bestätigt ist nichts davon.
Vier Länder ausgenommen
Der iranische Abgeordnete Amir Hayat Moqaddam sagte am Dienstag, Schiffe aus Indien, China, dem Irak und Katar passierten frei. Indische und chinesische Schiffe zahlten Transitgebühren, katarische nicht. Von Al Jazeera befragte Analysten sehen Einnahmen und politische Ziele, während die US-Blockade der iranischen Südhäfen andauert.
Andere Meinungen
Iranische Staatsmedien und TASS geben Behauptungen der Revolutionsgarden zu Minen und Drohnen direkt wieder, die Jerusalem Post schreibt sie iranischen Medien zu und erwähnt die Minenmeldungen nicht.