SymbolbildANC fällt bei Kommunalwahlen auf Rekordtief, Koalitionsgespräche beginnen
Der ANC kam bei den südafrikanischen Kommunalwahlen am Mittwoch auf etwa 32 Prozent, sein schlechtestes Ergebnis, vor der DA mit etwa 24 Prozent.
Nach Auszählung von mehr als 80 Prozent der Stimmen lag der ANC am Freitag bei 31,8 Prozent, fast 14 Punkte unter dem Ergebnis von 2021, berichtet der Guardian. Die MK-Partei von Jacob Zuma kam auf 9,3 Prozent, nach 14,5 Prozent bei der nationalen Wahl 2024, so Le Monde. Die Wahlbeteiligung stieg auf 54,5 Prozent, nach 46 Prozent im Jahr 2021. Laut Guardian dürfte der ANC in Gauteng und KwaZulu-Natal den Status als stärkste Partei verlieren; die Endergebnisse werden am Sonntag erwartet.
Koalitionspoker in den Städten
In Johannesburg führte die DA nach gut der Hälfte der Stimmen mit 40 Prozent vor dem ANC mit 17,5 und ActionSA mit 15,5 Prozent. ActionSA-Chef Herman Mashaba hat geschworen, nie mit der DA-Politikerin Helen Zille zusammenzuarbeiten, die er rassistisch nennt; sie bestreitet das. Die DA führt in sechs der acht Großstädte, und der Kapstädter Bürgermeister Geordin Hill-Lewis sagt, die Kontakte zu anderen Parteien seien noch informell.
Zumas Partei bleibt in Durban zurück
In eThekwini, zu dem Durban gehört, kam MK bei halber Auszählung auf 41 Prozent, sodass andere Parteien mit einer Koalition ihre Machtübernahme verhindern könnten. Der Thinktank CSIR prognostiziert dort 32 Prozent für MK.
Nachfolgekongress
Laut Le Monde wird das Ergebnis mit Blick auf den Parteitag in einem Jahr genau beobachtet, der einen Nachfolger für Cyril Ramaphosa bestimmt, der nicht erneut antreten darf.