SymbolbildKeine Hinweise auf Fremdverschulden bei Aiwangers Tod laut vorläufiger Obduktion
Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (55) wurde am Mittwoch tot in einem Berliner Hotel gefunden. Die Staatsanwaltschaft sieht nach vorläufiger Obduktion Hinweise auf einen natürlichen Tod.
Aiwanger, bayerischer Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler, wurde am Mittwoch, 4. November, leblos in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in Berlin-Mitte gefunden. Zuvor hatte er aus gesundheitlichen Gründen die Eröffnung des Berliner Büros seiner Partei verpasst. Die Berliner Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein, eine Mordkommission der Polizei ist beteiligt, um Fremdverschulden auszuschließen. Nach der Obduktion am Donnerstag sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, es gebe Hinweise auf einen natürlichen Tod, weitere rechtsmedizinische Untersuchungen stünden aber aus. Wie Aiwanger aufgefunden wurde, bleibt aus ermittlungstaktischen Gründen unbekannt.
Bundesparteitag soll verschoben werden
Der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Streit sagte, die Freien Wähler wollten ihren für den 14. November in Geiselwind geplanten Bundesparteitag absagen und voraussichtlich 2027 nachholen. Die Nachfolge werde erst nach der Beisetzung ein echtes Thema und in Bayern entschieden.
Bestürzung über Parteigrenzen hinweg
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir, dessen Grüne Aiwanger oft angegriffen hatte, nannte den Tod erschütternd. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach laut Le Monde von einer „absoluten Tragödie“.
Andere Meinungen
Le Monde nennt die Freien Wähler populistisch und erinnert an die Flugblattaffäre von 2023, während die hier zitierten deutschen Berichte Nachrufe und Ermittlungen betonen.