SymbolbildBank of England erhöht Leitzins auf 4 Prozent und deutet weitere Schritte an
Die Bank of England hat ihren Leitzins am Donnerstag um 25 Basispunkte auf 4 Prozent angehoben, erstmals seit drei Jahren. Sie warnte, weitere Erhöhungen könnten folgen.
Das Wall Street Journal bringt den Beschluss mit dem Iran-Krieg in Verbindung und nennt ihn die erste Erhöhung seit Kriegsbeginn. Laut Handelsblatt fiel die Abstimmung mit acht zu eins aus, wobei das externe Mitglied Catherine Mann für 50 Basispunkte votierte; die Überschrift von Bloomberg spricht dagegen von einer einstimmigen Erhöhung. Weitere Schritte hängen laut Handelsblatt von Energiepreisen und Inflation ab, und Notenbankchef Andrew Bailey sieht bei anhaltenden Inflationsrisiken Argumente für eine weitere Anhebung. Die Financial Times beschreibt einen deutlich schärferen Ton und Sorgen vor Zweitrundeneffekten, und Bloomberg berichtet, die Bank erwarte nun eine Inflation von 4,9 Prozent.
Pfund fest, EZB folgt womöglich
Die Märkte reagierten kaum, da der Schritt eingepreist war, berichtet das Handelsblatt; das Pfund legte leicht auf rund 1,35 Dollar und 1,20 Euro zu. In den vergangenen Wochen hatte es gegenüber einem Währungskorb den höchsten Stand seit dem Brexit-Referendum vor zehn Jahren erreicht. Laut Bloomberg sieht EZB-Ratsmitglied Zigman eine "ziemlich große Chance" auf eine Zinserhöhung im Dezember.